Energiewechsel

Wehr: Bräuche von Martini bis Weihnachten

Pressemeldung vom 30. Oktober 2012, 12:19 Uhr

Mit Prof. Dr. Werner Mezger, Universität Freiburg i. Br.

Am Donnerstag, den 08.11.2012 um 20:00 Uhr in der Stadthalle, kleiner Saal

Die Zeit von Martini bis Weihnachten ist eine Periode besonders intensiver Brauchentfaltung. Dabei stellen sich mancherlei Fragen: Warum werden am Martinstag Gänse geschlachtet? Warum ziehen die Kinder am selben Termin mit Lampions und Laternen um? Warum beginnt ebenfalls am 11.11. im Rheinland der Karneval? Was hat es mit der Adventszeit auf sich? Seit wann gibt es den Adventskranz? Warum tritt Sankt Nikolaus als Schutzpatron der Kinder auf, der quasi in der Rolle des himmlischen Hilfspädagogen die Kleinen examiniert und sie ihrem Betragen entsprechend belohnt oder bestraft? Warum hat Nikolaus einen finsteren Begleiter, dessen Namen je nach Landschaft wechselt: Ruprecht, Hans Trapp, Krampus, Klaubauf, Zwarte Piet? Seit wann und warum stellt man Christbäume auf? Wie steht es um die Tradition der Weihnachtskrippen?

Diesen und vielen anderen Aspekten geht der Vortrag anhand von reichem Bildmaterial nach. Dabei bieten sich farbenfrohe Einblicke in Brauchformen aus ganz Europa, die in ihrer Exotik teilweise ebenso rätselhaft wie faszinierend sind. Allein die Fülle der Nikolausbräuche im alpinen Raum kennt nahezu keine Grenzen. Durch den Vergleich möglichst breit gefächerter Brauchphänomene aus unterschiedlichsten Gegenden werden dem Betrachter die Augen geöffnet für Zusammenhänge und Ideen, die in früheren Jahrhunderten selbstverständlich waren, heute jedoch in Vergessenheit geraten sind. Die Beschäftigung mit den gemeinsamen Brauchtraditionen verschiedener Regionen, Nationen und ethnischer Gruppen ist nicht zuletzt auch im Hinblick auf den europäischen Einigungsprozess überaus interessant.

Werner Mezger, bekannt durch zahlreiche Buchveröffentlichungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen, ist Professor für Europäische Ethnologie an der Universität Freiburg und Direktor des Freiburger Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde.

Eintritt: 6,00 €

Quelle: Stadtverwaltung Wehr

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