Energiewechsel

Tuttlingen: Landschaftspark Junge Donau vor internationalem Publikum

Pressemeldung vom 21. Juli 2014, 09:51 Uhr

Projekt aus der Region stellt sich beim 3. Jahresforum der EU-Donauraumstrategie in Wien vor

Tuttlingen. Vor internationalem Publikum stellte sich in Wien der Landschaftspark Junge Donau vor. Dabei wurden die verschiedenen Projekte entlang der Donau als Beispiel für eine zukunftsorientierte Regionalentwicklung präsentiert – als Projekt, das sowohl dem Tourismus als auch der einheimischen Bevölkerung nutzt.

Es gibt Ferienorte, die wurden nur für Touristen geplant – die Einheimischen wurden zu Randfiguren. Und es gibt Orte, die die Interessen der Reisenden völlig ausklammern – und von denen folglich gemieden werden. Dass sich beides jedoch gut verbinden lässt, stellte Projektleiter Tim Kaysers vom Landschaftspark Junge Donau in Wien vor – beim dritten Jahresforum der EU-Donauraumstrategie im Wiener Rathaus, an dem1.200 internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Non Profit-Organisationen teilnahmen.
Ein Beispiel: Die Konzepte für den Zugverkehr zwischen Tuttlingen und Ulm, die auch von der IG Donaubahn unterstützt werden. Sie sind so ausgelegt, dass zum einen Radtouristen bessere Angebote finden, gleichzeitig aber auch Berufspendler aus abgelegenen Orten besser an den Bus kommen. Oder der neugestaltete Uferweg bei der Donauversickerung: Er ist gleichzeitig als touristische Attraktion und als Naherholungsziel konzipiert. „Angebote für Touristen“, so Kaysers Fazit, „müssen immer auch für die Einheimischen attraktiv sein.“
Mit der Wiener Konferenz hat sich der Landschaftspark, dem die Städte und Gemeinden zwischen Donaueschingen und Sigmaringen angehören, erstmals auf internationaler Ebene präsentiert. Der Sprecher des Projekts, Oberbürgermeister Michael Beck aus Tuttlingen, und die anderen 8 teilnehmenden Kommunen Donaueschingen, Geisingen, Immendingen, Mühlheim, Fridingen, Beuron, Inzigkofenund Sigmaringen unterstützten die Vorstellung und wollen die Region besser in Europa positionieren.
Eröffnet wurde die Konferenz vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl sowie dem österreichischen Außenminister Sebastian Kurz. Teilnehmer waren außerdem EU-Kommissar Johannes Hahn und Minister Peter Friedrich aus Baden Württemberg sowie zahlreiche weitere Regierungsvertreterund Botschafterder Donaustaaten.

Das Motto des Jahresforumslautete“We grow together – together we grow. Empoweredfor a prosperousandinclusiveDanube Region“ – wir wachsen gemeinsam – gemeinsam wachsen wir. Selbstbestimmt für einen prosperierenden und inklusiven Donauraum. Themen waren folglich soziale Inklusion, verantwortungsvolles politisches Handeln und wirtschaftlicher Fortschritt.Die Donauraumstrategie, die im Jahr 2011 von der EU ins Leben gerufen wurde und nach der EU-Strategie für den Ostseeraum die zweite überregionale Strategie – bezieht sich auf ein Gebiet mit rund 115 Millionen Menschen in 14 Staaten.Der europäische Austausch bildet auch den Grundstein für strategische Partnerschaften und ermöglicht es, europäische Fördergelder für die Region zu bekommen.
Das Projekt Landschaftspark Junge Donau wurde in den letzten drei Monaten in einem Bürgerbeteiligungsprozess auf mehreren Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.landschaftspark-jungedonau.de. Die gesammelten Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und der Rahmenplan Landschaftspark Junge Donau sollen am 28. November 2014 abgeschlossen und vorgestellt werden.

Quelle: Stadt Tuttlingen

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