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Tuttlingen: „Drei tote Hunde“ – Jeremias Heppeler stellt im Kunstraum „Gleis Null“ aus

Pressemeldung vom 22. Oktober 2014, 08:19 Uhr

Tuttlingen. „Drei tote Hunde“ heißt die nächste Ausstellung im Kunstraum „Gleis Null“ im Bahnhof. Am Sonntag ab 17 Uhr sind die Arbeiten von Jeremias Heppeler dort zu sehen.

Jeremias Heppeler wurde am 12.02.1989 in Tuttlingen geboren und ist in Fridingen an der Donau aufgewachsen. Derzeit studiert er Literatur-Kunst-Medien an der Universität Konstanz. Parallel zu seinem Studium hatte sich Heppeler immer wieder eigenständigen Projekten gewidmet und sich zunächst vor allem auf das texten und die Literatur konzentriert. In den vergangenen Jahren versuchte sich Heppeler dann verstärkt in der bildenden und der Medienkunst. Anfang 2014 wurde sein experimenteller Kurzfilm „Soi“ im Zuge der Berlinale mit dem Samsung Smartfilm Award ausgezeichnet. Darüber hinaus setzte Heppeler seine erste Ausstellung „Tribegood“ im Museum im Vorderen Schloss in Mühlheim an der Donau um. „Drei tote Hunde“ im Kunstraum „Gleis Null“ ist Heppelers erste Ausstellung in Tuttlingen und soll die in „Tribegood“ umgesetzten Ideen konsequent weiterdenken und radikalisieren.

Jeremias Heppeler arbeitet verstärkt intermedial und kombiniert bewusst verschiedene Medien, Techniken und Kunstansätze – auch Texte und Textfetzen spielen immer wieder eine tragende Rolle. Entscheidend ist aber auch die Technik des Zitierens und die von William S. Burroughs einst für der Literatur entwickelte Idee des „Cut Up“. Heppeler sammelt verschiedene Bruchstücke, Fundstücke, Zitate und Bilder, entreißt sie ihrem ursprünglichen Umfeld, um sie in anderen Kontexten und Räumen ganz neu anzuordnen und mit neuen Bedeutungen aufzuladen.“Eindeutige Bedeutungen spielen in der zeitgenössischen Kunst und keine Rolle mehr. Dafür sind Faktoren wie Zufall, Unfall und Abfall einfach zu entscheidend für den Entstehungsprozess. Alles ist ambivalent.“, meint Jeremias Heppeler.

Zufall, Unfall und Abfall – vielleicht sind diese drei Faktoren mit den „drei toten Hunden“ aus dem Ausstellungstitel gleichzusetzen. Vielleicht sind damit aber auch die drei Teilbereiche gemeint, die im „Kunstraum Gleis Null“ entstehen. Da sind einerseits die ausufernden, mit Acryl auf Karton gefertigten Collagen, andererseits die digital zusammengeschraubten Gemälde, sowie drittens die experimentellen Filmprojektionen, die den Entstehungsprozess und die Zeitlichkeit des Bildes immer mit denken und für deren experimentellen Soundtrack Christof Heppeler, der Vater des Künstlers und Leiter des kuratierenden [2_4_1]-Experimentalstudio, zuständig ist.

Quelle: Stadt Tuttlingen

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