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Tuttlingen: Amokprävention – Stadt investiert 300 000 Euro in Sicherheit

Pressemeldung vom 8. November 2013, 08:45 Uhr

Tuttlingen. Tuttlingens Schulen sollen besser gegen Amokläufe geschützt werden. In einem ersten Schritt der Amokprävention sollen daher unter anderem an mehreren Schulen sichere Türschlösser eingebaut werden. Diese Empfehlung gab der Technische Ausschuss des Gemeinderats am Donnerstag. Für 2014 sind hierfür rund 300 000 Euro eingeplant.

„Wir sprechen heute über ein Programm, von dem wir alle hoffen, dass wir es nie brauchen“ erklärte OB Michael Beck. Und auch, wenn man nie hundertprozentige Sicherheit gewährleisten könne, müsse man aus den Ereignissen von Winnenden die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Aus diesem Grund gibt es auch einen landesweiten Expertenkreis, der Empfehlungen für Schulen ausarbeitet.

In der Sitzung des Technischen Ausschusses vom Donnerstag wurde nun vorgestellt, wie diese Empfehlungen in Tuttlingen umgesetzt werden könnten. Vorgeschlagen werden drei Bausteine:

Vor allem im weitläufigen Schulzentrum in der Mühlau ist eine Alarmierung bislang schwierig. Hier sollen spezielle Notfalltelefone eingerichtet werden, die eine schnelle Alarmierung sowie den direkten Kontakt zu den Rettungskräften ermöglichen.
Neue Türschlösser sorgen künftig dafür, dass die Türen mit einem Handgriff von innen verriegelt werden können. Sie können von außen dann nur noch mir Spezialschlüsseln geöffnet werden.
Bislang gibt es an Tuttlingens Schulen kein einheitliches Orientierungssystem. Dies soll vereinheitlicht werden, damit sich Rettungskräfte im Ernstfall an allen Schulen sofort auskennen.

Der größte Nachholbedarf besteht derzeit bei den Gymnasien. Hier soll auch mit der Amokprävention begonnen werden, 300 000 Euro sind hierfür für 2014 eingeplant. Weitere 100 000 Euro sollen 2015 investiert werden.

Quelle: Stadt Tuttlingen

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