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Seebach: „Jumelage“ ist jung geblieben

Pressemeldung vom 11. Juli 2012, 12:49 Uhr

Seit 45 Jahren Verschwisterung zwischen Seebach und Ottrott

Seebach: Im wahrsten Sinn des Wortes „jung geblieben“ ist die Partnerschaft zwischen dem Mummelseedorf Seebach und der elsässischen Gemeinde Ottrott am Fuß des markanten Odilienberg. Das zeigte sich am vergangenen Sonntag, als nicht nur eine große Abordnung von Seebach, sonder auch erfreulich viele junge Familien nach Ottrott gekommen waren, um den 45. Jahrestag der Verschwisterung zu begehen. Unter den zahlreichen Teilnehmern der oberen Achertalgemeinde, die in Begleitung von Bürgermeister Reinhard Schmälzle und Pfarrer Bernhard Benz ins Elsaß kamen, befanden sich neben Altbürgermeister Gerhard Bär fast der komplette Gemeinderat und mehrere Pfarrgemeinderäte sowie Vertreter der Grundschule und des Kindergartens mit dem jeweiligen Elternbeirat.

Als die große Abordnung in Ottrott eintraf, wurden die Seebacher Freunde von den Gastgebern freudig erwartet. Die Regenwolken am frühen Morgen hatten sich verzogen, und die Sonne strahlte, als die Gäste aus dem Achertal bei den Klängen der Ottrotter Musikkapelle unter der Leitung von J. Schreiber von Bürgermeister C. Deybach herzlich begrüßt wurden. In der Erwiderung auf den freundlichen Empfang klang sowohl aus den Worten von Pfarrer Benz als auch Bürgermeister Schmälzle ein gewisser Stolz, das genau am 50. Jahrestag des Freundschaftsvertrages zwischen Deutschland und Frankreich auch die Jumelage zwischen Ottrott und Seebach schon 45 Jahre besteht.
Der erste Höhepunkt des Partnerschaftstreffens war ein gemeinsamer Gottesdienst in der Ottrotter Pfarrkirche. Dieser erfuhr durch die Mitwirkung der beiden Kirchenchöre von Ottrott und Seebach (Leitung Patrick Reiss / Hans-Jürgen Decker) einen sehr feierlichen Rahmen, wobei man spüren konnte, dass beide Chöre sehr gut harmonierten. Bei der Eucharistiefeier, bei welcher auch Diakon Schork mitwirkte, verwiesen sowohl Pfarrer Alina (Ottrott) als auch Pfarrer Benz auf die Verpflichtung aus dem christlichen Glauben heraus, weiterhin Brücken zu bauen und dem Frieden zu dienen.
Nach der Mittagspause in den Familien bzw. im „Salle de Fête“ stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm: die Besichtigung des Klosters Bischenberg. Im Bestreben, die Partnergemeinde Ottrott und die Sehenswürdigkeiten der dortigen Seelsorgeeinheit kennen zu lernen, wurde in diesem Jahr der „Couvent du Bischenberg“ gewählt, an dem der langjährige Ottrotter Pfarrer M. Ostertag in der Gemeinschaft der Redemtoristen als Seelsorger tätig ist. Beim Rundgang durch das Kloster fand die 400 Jahre alte Kirche der 7 Schmerzen Mariens mit dem kunstvollen Netzgewölbe im Chorraum und den eindrucksvollen Kirchenfenstern Beachtung.

Bevor der Tag der Verschwisterung in Ottrott ausklang, konnten alle Teilnehmer bei herrlicher Fernsicht vom Bischenberg (bei Bischofsheim) auch gleichsam „Blickverbindung“ mit Seebach und dem Hausberg Hornisgrinde aufnehmen.
Die abendliche Zusammenkunft stand im Zeichen des Gedankenaustauschs. Dabei konnten die verantwortlichen Vertreter beider Gemeinden ein positives Fazit des Treffens und der 45 Jahre währenden Partnerschaft ziehen. Ausdruck der langjährigen Freundschaft waren auch die originellen Gastgeschenke. So fand die künstlerisch gestaltete Sitzbank der Seebacher Gäste bei den Ottrotter Gastgebern ein freudiges Echo. Sie wird beim Rathaus (in Ottrott) einen geeigneten Platz finden.

Quelle: Gemeindeverwaltung Seebach

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