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Marbach am Neckar: Von Schiller für Kinder bis zu seinen Tagebüchern

Pressemeldung vom 27. Oktober 2014, 15:13 Uhr

Die Marbacher Schillerwoche 2014

Am 10. November 1759 kam Friedrich Schiller in der Niklastorstraße 31 in Marbach am Neckar zur Welt. Dies ist Anlass alljährlich in der Zeit um seinen Geburtstag die Schillerwoche zu feiern. So würdigen zahlreiche Veranstaltungen vom 8. bis 15. November 2014 Marbachs großen Sohn.

Schon vor dem offiziellen Beginn der Schillerwoche hält am Montag, 3. November 2014 Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, die Schillerrede 2014 zum Thema „Über die Versöhnung des Ästhetischen mit dem Politischen“. Zuvor eröffnen Theresia Bauer MdL und Ulrich Raulff im Literaturmuseum der Moderne die neue Wechselausstellung „Der Wert des Originals“.

Die Stadtbücherei Marbach hat in diesem Jahr eine kleine Bücherausstellung zusammengestellt und zeigt „Schiller für Kinder“ aus den eigenen Beständen. Mit diesen kindgerechten Medien können schon die jüngeren Besucher einiges über den großen Dichter erfahren.

Am Samstag, 8. November, lädt um 19.30 Uhr der Schillerverein unter dem Titel „Wo Friedlands Sterne strahlen – Nachts bei Schiller“ in Schillers Geburtshaus. Bei einer nächtlichen Lesung mit Birger Laing darf auch echter Marbacher Wein und Secco probiert werden. Karten gibt es in Schillers Geburtshaus.

Am Schiller-Sonntag, 9. November, öffnen von 11 bis 17 Uhr das Schiller-Nationalmuseum und das Literaturmuseum der Moderne ihre Pforten und eröffnen mit „Mörikes Dingen“ und Professor Günter Oesterle den Verbindungsgang zwischen den Museen. Bei freiem Eintritt werden zahlreiche Führungen durch die Museen angeboten. Um 17 Uhr findet im Humboldt-Saal eine Lesung und Gespräch mit Martin Walser statt: „Freunde und weniger“ – Lesung aus den Tagebüchern.

Am selben Tag tummeln sich ab 12.30 Uhr die Besucher beim verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt unter dem Motto: „Echt Schiller“. Schaufensterlesungen und viele Aktionen der Marbacher Gewerbetreibenden versprechen ein buntes Programm. Um 15 Uhr lädt die Stadtbücherei zum Papiertheater: Das Theater am Ring präsentiert „Der Rattenfänger von Hameln“ um 18 Uhr gibt es im Marbacher Schlosskeller den, fast schon zum Kult der Schillerwoche erhobenen, deutschen Spielfilm von 1940 „Friedrich Schiller – Triumph eines Genies“

Schillers Geburtstag, der 10. November, ist den traditionellen Schillerfeierlichkeiten vorbehalten. So läutet jeweils um 7, 11 und 17 Uhr die Schillerglocke Concordia im Turm der Alexanderkirche. Am Vormittag gibt es in allen Marbacher Schulen Schillerfeiern mit Buchpreisverleihungen und die Grundschüler treffen sich um 14.30 Uhr vor dem Schillerdenkmal auf der Schillerhöhe um Schiller mit dem legendären Blumengruß zu ehren. Um 19 Uhr erweisen die Marbacher Vereine dem Dichter vor seinem Geburtshaus musikalisch die Ehre.

„Mit solch schlechten Naturen beschmutzt man sich nicht …“ sagte einst Schiller über Therese und Ludwig Ferdinand Huber, während Wilhelm Humboldt die Huber lobte: „Sie war von Geisteskräften gewiß eine der vorzüglichsten Frauen der Zeit“. Anlässlich des 250. Geburtstag des Ehepaars Huber lenkt die Marbacher Literaturwissenschaftlerin Andrea Hahn am Dienstag, 11. November um 20.00 Uhr im Schlosskeller, bei einer kommentierten Lesung zusammen mit der Sprecherin Ulrike Goetz, den Blick auf dieses Autorenehepaar, bei deren Veröffentlichungen man nie genau wusste wer der beiden nun was tatsächlich geschrieben hatte. Galt lange Zeit Ludwig Ferdinand Huber als gefeierter Schriftsteller, war in Wirklichkeit Therese die Autorin.

Am Donnerstag, 13. November bereichert ein echter Marbacher Autor das Programm: Peter Frömmig liest um 20.00 Uhr in Schillers Geburtshaus aus seinem neuen Buch „Das Rumoren am Rande der Ereignisse“. Seit fast 20 Jahren lebt der Schriftsteller und Zeichner Peter Frömmig in der Schillerstadt. Nur wenige Schritte von Schillers Geburtshaus entfernt hat er sein Zuhause gefunden. Frömmig verfasste Theaterstücke, Hörspiele, Gedichte und Erzählungen sowie zahlreiche Zeichnungen und Illustrationen. Neben verschiedenen Stationen im Inland verschlug ihn sein Berufsleben einige Jahre nach Österreich und in die USA. Und über Schiller hat der Schriftsteller auch etwas zu sagen.

Am Freitag, 14. November, beginnt um 20.00 Uhr der Poetry Slam im Schlosskeller. Die Regeln: Jeder der antretenden Poeten hat sechs Minuten Zeit, mit seinem Text und einer guten Performance das Publikum, das am Ende den Sieger wählt, von sich zu überzeugen. Die beiden erfahrenen Slammer, Autoren und Workshopleiter Alexander Willrich und Hanz führen routiniert, frech und spritzig durch die Veranstaltung.

Zum Abschluss der Schillerwoche weiß das Theater im Gewölbe aus Weimar am Samstag, 15. November um 20 Uhr in der Marbacher Stadthalle, „aus den verschollenen Tagebüchern des Friedrich Schiller“ zu berichten. In einem Lebensmosaik in vierundzwanzig Szenen zeichnet Michael Kliefert anhand Schillers bisher als verschollen geltenden Tagebüchern sein Leben nach. Mit einem Augenzwicken erlebt man Schillers Lebensstationen von der Hochzeit bis zum Tode. Heike Meyer (als seine Ehefrau Charlotte Schiller) und Timo Gutekunst (als Friedrich Schiller) entwerfen ein „schillerndes“ Mosaik des gegen seine körperliche Schwäche ankämpfenden und dabei so tatendurstigen Idealisten. Intensives Theater aus Liebe zu einem großen Klassiker! Ob diese Tagebücher wohl echt sind?

Karten für die Veranstaltungen der Stadt Marbach am Neckar gibt es an allen Reservix-Vorverkaufsstellen oder unter www.schillerstadt-marbach.de.

Die Schillerwoche ist eine Veranstaltung der Stadt Marbach am Neckar in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und Marbacher Vereinen. Sie wird unterstützt durch die Firma Leopold Verpackungen und Hainbuch GmbH sowie durch das Land Baden-Württemberg.

Quelle: Stadtverwaltung Marbach am Neckar

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