Energiewechsel

Langenau: Ausstellung „Zeitgenössische Kunst zur Eiszeitkunst“ im KulturBahnhof Langenau

Pressemeldung vom 17. Oktober 2013, 16:18 Uhr

In Zusammenarbeit mit der Stadt Langenau und der Ulmer Kunststiftung pro arte zeigt der Lonetal Verein vom 27. Oktober bis 1. Dezember 2013 eine Ausstellung zum Thema „Zeitgenössische Kunst zur Eiszeitkunst“ im KulturBahnhof Langenau.

Bereits vor 30.000 bis 35.000 Jahren haben sich Menschen mit ihrer Umgebung künstlerisch auseinander gesetzt. Welche Bedeutung den Höhlenmalereien und figürlichen Darstellungen zukam und welchem Zweck sie dienten, ist bis heute ungeklärt. Unbestritten ist, dass die Menschen damals bereits Kunstwerke schufen, die bis heute ihre Faszination auf uns ausüben.

Zur ersten Ausstellung wurden fünf Künstler ausgewählt, die sich in Bildern und Skulpturen mit den eiszeitlichen Figurinen aus dem Ach- und Lonetal auseinander gesetzt haben: Florian Arnold und Ulf Harr aus Ulm, Ralf Ehmann aus Rottenburg, der Giengener Max Häring und aus Langenau Anneliese Neumann.

Während bei Ralf Ehmann die Frauendarstellungen der Eiszeit in ihrer archaischen Darstellung im Mittelpunkt stehen, jedoch auch neolithische oder afrikanische Einflüsse spüren lassen, beschäftigt sich Anneliese Neumann bereits seit Jahren mit den Tierfiguren, insbesondere dem Löwenmenschen. Durch die Karikaturen von Ulf Harr wird eine sich ins Mythologische verengende Interpretation durch Ironie und das „Alltägliche“ erweitert und ein größerer Freiraum des Betrachtens angeboten. Die Objekte in den Dioramen von Florian Arnold greifen den Formwillen und die Experimentierfreude der Eiszeitkünstler auf und überführt sie in eine zeitgenössische Formensprache. Max Härings Bilder und Zeichnungen üben eine ähnliche Faszination aus, wie sie Höhlenzeichnungen haben. In seinen Raumillusionen lassen sich menschliche Figuren, Tiere, Zeichen und Symbole erkennen, die mal schweben, mal durcheinander wirbeln wie in einem immerwährenden Tanz von Entstehen und Vergehen.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 27. Oktober, um 11 Uhr im Veranstaltungssaal des Langenauer Bahnhofs eröffnet. Die Einführung hält Dr. Raimund Kast von pro arte. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Verbandsmusikschule Langenau. Im Anschluss kann die Ausstellung bis einschließlich 1. Dezember immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Stadt Langenau

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis