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Hüfingen: Historischer Pfad Fürstenberg

Pressemeldung vom 6. August 2012, 14:15 Uhr

Wissenschaftlicher Artikel in „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg“

Hüfingen. Schon in den 1930er Jahren interessierte sich Revellio für den historisch sehr wertvollen Fürstenberg. In einer Kooperation der Stadt Hüfingen und des Regierungspräsidiums Freiburg kam es nun, knapp 100 Jahre später, zu neuen Untersuchungen. Damit den Besuchern des Fürstenbergs ein Einblick in die erforschten vergangenen Zeiten ermöglicht wird wurde am 20. Juli 2012 im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg der „Historische Pfad Fürstenberg“ eingeweiht. Man hat dadurch eine Grundlage geschaffen, um die substanzschonende touristische Erschließung des Berges sicherzustellen, ohne dabei die archäologischen Besonderheiten zu zerstören. Schutz, Pflege und Erforschung archäologischer Denkmale steht bei den Verantwortlichen hier an erster Stelle.

Dr. Heiko Wagner, der die Forschung auf Anregung von Bürgermeister Knapp weiterbetrieben hat, ist es gelungen mithilfe von Laserscans, verschiedenen Materialfunden und verschiedener geophysikalischer Untersuchungen eine grobe Skizze über die damalige Lage der Burg und der dazugehörenden Kleinstadt und vor allem den Verlauf der Siedlungsgeschichte darzustellen. Diese beginnt in der Steinzeit, führt über eine frühkeltische Höhensiedlung zu der Zeit, in der Römer und Alamannen den Fürstenberg besetzten und endet mit der Gründung einer mittelalterlichen Burg durch den Graf von Fürstenberg und schließlich dem Niedergang durch den großen Brand 1841.

Parallel zu den Arbeiten am „Historischen Pfad Fürstenberg“ wurden die neusten Erkenntnisse aus den Untersuchungen des Fürstenbergs wissenschaftlich zusammengefasst und im Buch „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2011“ des Landesamts für Denkmalpflege veröffentlicht. Dadurch wird deutlich, dass der Fürstenberg auch heute noch ein sehr wichtiges Kulturgut darstellt, das es zu erhalten lohnt.

Weitere Informationen:

Buch „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2011“, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart in Verbindung mit dem Fachreferat 26 Denkmalpflege des Regierungspräsidiums in Freiburg, veröffentlicht durch die Konrad Theiss Verlag GmbH im Jahre 2012 in Stuttgart, Seite 49 – 53.

Quelle: Hüfingen

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