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Freiburg: Vergewaltigung als Mittel der Kriegsführung

Pressemeldung vom 30. November 2015, 13:39 Uhr

Vortrag von Claudia Höfer, Juristin am Jugoslawien-Tribunal, am Montag, 7. Dezember, im Historischen Kaufhaus

Sexuelle Gewalt wird seit Jahrtausenden als Kriegswaffe gegen Frauen eingesetzt und in den seltensten Fällen strafrechtlich verfolgt. Millionen von Frauen wurden und werden bis heute durch Soldaten vergewaltigt. Meist war und ist das bekannt, öffentlich darüber geredet wird fast nie. Die wenigsten Täter werden zur Verantwortung gezogen. Vergewaltigungen gehören wie selbstverständlich zum Krieg. Dieser Gefahr sind Frauen noch immer ausgesetzt, überall in der Welt.

Das Jugoslawien-Tribunal in Den Haag ist das erste Internationale Strafgericht, vor dem Kriegsverbrecher auch wegen Vergewaltigung verurteilt wurden. Seit 2001 leitet die Juristin Claudia Höfer dort ein internationales Team, das die von der UN-Vollversammlung gewählten Richter berät. Nun kommt Höfer, Frauenbeauftragte des Tribunals, zum Vortrag nach Freiburg. Am Montag, 7. Dezember, 19 Uhr, erläutert sie im Historischen Kaufhaus (Kaminsaal) am Münsterplatz die Hintergründe und gibt Einblicke in ihre Arbeit. Im Anschluss findet eine Diskussion statt.

Der Eintritt ist frei. Die städtische Stelle zur Gleichberechtigung der Frau veranstaltet diesen Vortrag in Kooperation mit dem Verein Anwältinnen ohne Grenzen und im Rahmen der Aktionstage „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“.

Quelle: Stadt Freiburg

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