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Freiburg: Umbau, Teil- oder Vollabriss – Landesregierung lässt der Stadt freie Hand bei der Staudinger-Schule

Pressemeldung vom 26. September 2013, 08:24 Uhr

Bürgermeisterin Stuchlik erfreut: „Jetzt können wir gemeinsam die baulich beste Lösung entwickeln“

Das Schulgebäude der Staudinger-Gesamtschule kann aus baulichstatischen Gründen aufgegeben werden. Dies steht in einem Bescheid des Kultusministeriums. Er gilt für alle vier Bauabschnitte des Gebäudes, das zwischen 1971 und 1977 im Stadtteil Haslach errichtet wurde. Nun kann der Gemeinderat noch in diesem Jahr im Grundsatz einen Umbau, Teil- oder Vollabriss der Schule samt Neubau beschließen. Der konkrete Baubeschluss könnte frühestens 2015 und der Baubeginn 2016 folgen. Mit 1290 Schülerinnen und Schülern in 55 Klassen zählt „das Staudinger“ zu den größten Schulen der Stadt.

Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik zeigte sich über den Bescheid erfreut: „Jetzt können wir gemeinsam mit dem Baudezernat die baulich beste Lösung entwickeln.“ Selbst wenn die Stadt ein komplett neues Schulgebäude erstellt, erhält sie Landeszuschüsse wie für einen Neubau. Noch nicht aufgebrauchte Zuschüsse für das bestehende Gebäude werden mit dem neuen Zuschuss verrechnet. Im übrigen weist Stuttgart darauf hin, dass mit diesem Bescheid keine Aussage über Zeitpunkt und Höhe eines Zuschusses zu den vorgesehenen Baumaßnahmen verbunden sei.

Im Schulgebäude sind auch die Stadtteilbibliothek Haslach und der Jugendtreff untergebracht. Beide sind von der Schulbauförderung nicht erfasst; das heißt, dass Zuschüsse für diese Einrichtungen im Falle eines Neubaus gesondert zu klären wären. Ebenso wenig erfasst sind die bestehenden Sporthallen und Sportplätze; sie sollen voraussichtlich erhalten bleiben und gegebenenfalls saniert werden.

Vorläufig beziffert das Regierungspräsidium den anrechenbaren Bauaufwand auf 21 bis 23 Millionen Euro. Der Regelzuschuss von 33 Prozent beträgt demnach zwischen 7,0 und 7,7 Millionen Euro. Wenn das Staudinger-Gebäude 2016 aufgegeben würde, wären davon Alt- Zuschüsse von 600.000 bis 700.000 Euro abzuziehen. Die Stadt erhielte dann eine Netto-Förderung von 6,3 bis 7,0 Millionen Euro. Über Planungs- und Baukosten sind noch keine Angaben möglich.

Zudem hatte die Stadt darum gebeten, dass die neuen, gemeinsam nutzbaren Lernateliers am Staudinger („Jahrgangshäuser“) ebenso als zusätzliche Flächen anerkannt werden wie die Rückzugs- bzw. Differenzierungsräume für Inklusion. Begründet hatte sie dies mit den neuen Erkenntnissen des „Länger gemeinsamen Lernens“ und der Bildung von Lerngruppen anstelle des bisherigen Klassenverbandes. Nun macht das Kultusministerium deutlich, dass es das Raumprogramm für die Gesamtschule nicht mehr erweitern will.

Quelle: Stadt Freiburg

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