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Freiburg: Städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Markenbotschafter

Pressemeldung vom 29. September 2016, 16:11 Uhr

Die Freiburger Stadtverwaltung steht vor einer besonderen Herausforderung: Wie schafft sie es auch in Zukunft, qualifiziertes Personal zu finden? Schon jetzt konkurriert sie mit anderen öffentlichen Arbeitgebern und der Privatwirtschaft um die besten Köpfe. Das wird sich mit den seit Jahren wachsenden Aufgaben und im Zuge des demografischen Wandels noch weiter verschärfen: Fast die Hälfte der Beschäftigten ist heute bereits über 50 Jahre alt. Das heißt: In den nächsten Jahren wird ein enormer Personalwechsel auf die Stadtverwaltung zukommen.

Die Stadt Freiburg geht jetzt neue Wege: Mit einer groß angelegten Image- und Informationskampagne präsentiert sich die Stadtverwaltung als attraktive und vielfältige Arbeitgeberin und möchte dabei auch ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. „Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Stadt zweitgrößte Arbeitgeberin ist und eine große Berufsvielfalt zu bieten hat“, so Oberbürgermeister Dieter Salomon. Die Stadt Freiburg bildet junge Menschen in 34 Berufen aus.

Markenbotschafter für die Kampagne sind die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ab kommender Woche sind sie mit dem Slogan „Wir lieben Freiburg“ auf öffentlichen Plakatflächen in Freiburg zu sehen. „Uns war es ein großes Anliegen, städtische Mitarbeitende als Botschafter zu gewinnen, um so glaubwürdig wie möglich zu sein“, so Haupt- und Personalamtsleiter Adrian Hurst. Bei der Auswahl der Werbeträger wollte man ein möglichst breites Spektrum der gesamten Belegschaft abbilden.

Neben den Plakatmotiven gibt es ab heute auch eine neue Homepage. Auf www.wirliebenfreiburg.de erfährt man alles rund um das Thema „Arbeiten bei der Stadt“. Auch hier treten städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder als Markenbotschafter auf und erzählen in verschiedenen Videos authentisch von ihrer Tätigkeit und was sie an der Stadt als Arbeitgeberin schätzen. Textlich wurde nichts vorgegeben, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten in eigenen Worten von ihrem Berufsalltag.

Grundlage für das neue Personalmarketingkonzept waren die Ergebnisse einer Mitarbeitenden-Befragung. Wissenschaftlich begleitet durch Prof. Jörg Lindemeier vom Lehrstuhl für Public und Non-Profit Management der Uni Freiburg wurden anonym Arbeitgeberattribute abgefragt. Im Anschluss wurden mit ausgewählten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den verschiedensten Berufsfeldern und Positionen Interviews geführt. Die meistgenannten Arbeitgeber-Vorteile waren: Aufgabenvielfalt, Fairness, Entwicklungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten, kollegiales Arbeitsklima, Erreichbarkeit und Arbeitsplatzsicherheit. Gleichzeitig wurden aber auch Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt: „Bei einer Werbekampagne muss man weg vom Verwaltungsfokus und zeigen, was man hier bewegen kann“ oder „ich wünsche mir eine frische und auch etwas frechprovokante Personalwerbung mit Witz.“ Diese Ergebnisse sind jetzt in die Kampagne eingeflossen. Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam mit dem Schweizer Personalmarketingexperten Jörg Buckmann und der Agentur MSG Media aus Freiburg.

Neben dieser offensiven Imagekampagne wird die Stadt ihre Präsenz an Hochschulen, auf Berufsmessen und Infomärkten erhöhen. Der Messestand und die Flyer werden dafür neu gestaltet. Diese Auftritte haben sich bisher stets gelohnt, denn auf diesem Weg konnte man bereits Ingenieure auch aus dem Ausland für die Stadtverwaltung gewinnen.

Quelle: Stadt Freiburg

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