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Freiburg: Sanierung Rotteck-Gymnasium

Pressemeldung vom 6. Dezember 2011, 13:12 Uhr

Der zweite Bauabschnitt ist beendet, in Fachräumen und Verwaltung kehrt Schulalltag wieder ein / Endgültige Fertigstellung bis Sommer 2012

BMin Stuchlik und BM Haag präsentierten heute bei einem Rundgang die Resultate dreijähriger Sanierung / Der Kostenrahmen wird punktgenau eingehalten

Kaum ein Stein blieb auf dem anderen bei der Sanierung des Rotteck-Gymnasiums, die vor dreieinhalb Jahren mit dem ersten Bauabschnitt begann. Doch nun steht bei diesem Großprojekt (fast) jeder Stein dort, wo er hingehört. Heute haben Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik und Baubürgermeister Martin Haag auf einem Rundgang das Resultat des zweiten Bauabschnittes im Gymnasium an der Lessingstraße vorgestellt. Zwar werden noch mehrere Klassenzimmer im Erd- und ersten Obergeschoss saniert. Insgesamt ist das Rotteck-Gymnasium nun aber wieder voll funktionsfähig.

Bürgermeister Haag lobt dabei das Gebäudemanagement, das „mit der Schulgemeinschaft, insbesondere dem Sanierungsbeirat tolle Lösungen für die Schule erarbeitet hat.“ Bürgermeisterin Stuchlik freut sich, dass mit dem Ende des zweiten Bauabschnitts ein Stück mehr Normalität am „Rotteck“ einkehrt: „Diese modern eingerichteten Klassenräume werden einfach Lust auf Lernen machen.“

Als die Bauarbeiter im Frühjahr 2008 anrückten, war allen Beteiligten bewusst, dass sie vor einem der größten Schulprojekte in Freiburg standen. Die Aufgabe wurde für das Gebäudemanagement und das Architektenbüro Böwer Eith Murken nicht erleichtert durch die diffizile Verkehrslage mitten im Wohnviertel, am Rande der vielbefahrenen B31/Lessingstraße, oder durch die Tatsache, dass der Unterricht für 922 Schülerinnen und Schüler weiterhin vor Ort stattzufinden hatte. (Drei der 36 Klassen wurden in ein Nachbargebäude ausgelagert).

Die Sanierung begann Anfang 2008 mit dem Naturwissenschafts- Bereich. Die Klassenräume im „Turm“ kamen von Februar 2009 bis Mai 2010 dran. Teils parallel dazu wurde von Februar bis November 2010 die neue Sporthalle errichtet. Nach den Herbstferien 2011 wurde nunmehr der zweite Bauabschnitt (Klassenräume, Verwaltung) bezogen. Damit ist die Sanierung zu gut drei Vierteln fertig gestellt. Gerade die sanierten Verwaltungsräume führen zu einer wesentlichen Entspannung der Lage, die zuletzt recht beengt war.

Bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht selbstverständlich: Der Kostenrahmen wurde bislang punktgenau eingehalten. In seinem Baubeschluss hatte der Gemeinderat im Oktober 2008 für die Sanierung 18,7 Millionen Euro bewilligt, einschließlich 1,6 Millionen Euro für die Sporthallensanierung. Im Laufe der Arbeiten stellte sich jedoch heraus, dass eine Sanierung der Halle teurer geworden wäre als ein Neubau. So musste ein zweiter Ratsbeschluss her, bevor die Halle abgerissen und an gleicher Stelle neu gebaut werden konnte. Dafür genehmigte Mitte 2009 der Gemeinderat 3,5 Millionen Euro brutto (einschließlich Nebenkosten, Honoraren und Mehrwertsteuer). Dieser Betrag für die Halle wurde nicht überschritten, und auch die übrige Sanierung bleibt nach heutigem Stand im Kostenrahmen.

Dem Amt für Schule und Bildung standen für die bewegliche Einrichtung und Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln zusätzlich 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Das Ergebnis sind moderne Räume, die sich sehen lassen können. Das geht schon im Foyer los, mit neuen Vorhängen und abgehängter Bühnentechnik für Theater- und sonstige Veranstaltungen. Die Klassenräume sind – auch elektronisch – zeitgemäß ausgestattet, interaktive „Active Boards“ ersetzen die putzintensiven, kreidequietschenden Wandtafeln. Der neue NWT-Bereich (Naturwissenschaft und Technik) hat schon fast Werkstattcharakter; seinen Maschinenraum schmückt eine CNC- Fräsmaschine, mit der sich Werkstücke aller Art computergesteuert herstellen lassen (CNC = Computerized Numerical Control). Nicht zu verwechseln mit den NWT- sind die Naturwissenschaftsräume, die schon im ersten Bauabschnitt fertig gestellt worden waren. Hier ist jeder Schülertisch für Versuche gerüstet, und zur flexiblen Möblierung gehören auch Gas-, Strom- und Frischwasseranschlüsse von der Decke herab. Wenn aber die Köpfe qualmen, weist ein Sonnenflur den Weg auf die neu gestaltete Frischluftterrasse.

Mit der Beendigung des 3. Bauabschnitts, voraussichtlich im September 2012, ist das Projekt einschließlich der neuen Turnhalle mit einer Gesamtsumme von 20,6 Millionen Euro abgeschlossen.

Quelle: Stadt Freiburg

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