Energiewechsel

Freiburg: Quartier „Schildacker“ wird auch bei Einrichtung einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge weiter entwickelt

Pressemeldung vom 22. Oktober 2014, 15:27 Uhr

Zeitplan verschiebt sich

Für das Quartier „Schildacker“ hatte die Stadtverwaltung im Juni 2014 eine sogenannte Mehrfachbeauftragung zu einem Rahmenkonzept ausgelobt, um Vorschläge und Optionen für die Entwicklung dieses Gebietes zu bekommen. Der Abschluss der Mehrfachbeauftragung war für Ende 2014 vorgesehen. Inzwischen aber hat das Land bei der Stadt angefragt, ob es auf dem Gelände der Außenstelle der Hochschule für Polizei Villingen (vormals Polizeiakademie) eine Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge (LEA) einrichten könne. Dies hätte zur Folge, dass für die ehemalige Polizeiakademie die Konzeption angepasst werden müsste.

Da es sich bei der Fläche der ehemaligen Polizeiakademie um einen Kernbereich des Gesamtgebiets Schildacker handelt, wird sich der Zeitplan für das Rahmenkonzept verschieben. Denn das Stadtplanungsamt hatte ja schon vor der Anfrage des Landes angefangen, für das Gebiet zu planen und auf dieser Grundlage den Zeitplan erstellt. Auch hatte es Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Schlüsselakteuren gegeben. Jetzt muss erst einmal abgewartet werden, wie die Eignungsprüfung des Landes sowie die konkreten Verhandlungen zwischen Stadt und Land zur Einrichtung der LEA ausfallen werden. Der Gemeinderat wird sich am 9. Dezember mit der LEA befassen und der Verwaltung ein Verhandlungsmandat geben.

Aufgrund dieser Entwicklung wird das Stadtplanungsamt für Schildacker jetzt prüfen, in wieweit sich die planerischen Konzepte aus der Mehrfachbeauftragung und die Ansiedlung einer Landeserstaufnahmestelle miteinander vereinbaren lassen.

Der Abschluss des Verfahrens verschiebt sich damit in jedem Fall auf das Frühjahr 2015. Die geplante öffentliche Abschlussveranstaltung am 28. Oktober sowie die Tagung der Bewertungskommission am 29. Oktober werden entsprechend ins kommende Jahr verschoben.

Ziel der Stadt bleibt es auch bei Einrichtung der LEA, dieses Gebiet zu entwickeln und neu zu ordnen. Vor allem Wohnungsbau kann hier verwirklicht werden, der in Freiburg dringend benötigt wird. Auch wenn mit der LEA auf dem Gebiet Schildacker weniger Platz für Wohnungsbau zur Verfügung steht, birgt die LEA auf der anderen Seite die Chance, hier eine große Anzahl an Flüchtlingen gut unterzubringen. Das wiederum würde Entspannung bei anderen Flächen bringen, die jetzt schon oder zukünftig für die Unterbringung von Flüchtlingen benötigt werden.

Quelle: Stadt Freiburg

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis