Energiewechsel

Freiburg: Konzept für Neubau des Einkaufszentrums Landwasser steht – Umsetzung rückt in greifbare Nähe

Pressemeldung vom 26. September 2016, 13:32 Uhr

Sicherstellung einer zeitgemäßen Nahversorgung in Landwasser mit rd. 7.000 Bewohnerinnen und Bewohnern

Siebengeschossiger Neubau mit fünf zusätzlichen Wohnungsetagen

Bisherige Eigentümerin TAG Immobilien AG verkauft das Gebäude an Projektentwickler Unmüssig

Das Einkaufszentrum (EKZ) Landwasser weist zahlreiche bauliche Mängel auf und entspricht längst nicht mehr zeitgemäßen Anforderungen. Das EKZ wurde vor rund 50 Jahren zusammen mit dem neuen Stadtteil Landwasser gebaut und sichert die Nahversorgung der Einwohnerschaft mit Lebensmitteln und örtlichen Dienstleistungen. Aufgrund nicht mehr zeitgemäßer Zuschnitte der Gewerbeflächen und funktionaler Mängel waren allerdings mehrere Geschäfte und Einrichtungen bereits abgewandert, eine Sanierung der Immobilie würde die Probleme nicht beseitigen.

Zwei entscheidende Schritte lassen jetzt einen Neubau in greifbare Nähe rücken: Die TAG Immobilien AG verkauft die Immobilie an einen Projektentwickler vor Ort, die Unmüssig Bauträgergesellschaft Baden mbH. Und die Stadt Freiburg als Inhaberin des mit Erbbaurechten belegten Grundstücks wird dem Gemeinderat den Verkauf der Fläche an den renommierten Entwickler vorschlagen. Der geplante, maximal siebengeschossige Neubau soll zu einer Belebung des Stadtzentrums in Landwasser mit rd. 7.000 Bewohnerinnen und Bewohnern beitragen und das Angebot an Dienstleitungen, Praxen, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten aufwerten. Mit dem Bau von Wohnungen in den oberen Stockwerken 2 wird viel zusätzlicher Wohnraum entstehen. Darüber hinaus sollen die Park- und Anliefermöglichkeiten für die Geschäfte vereinfacht und die bisher unzureichende Barrierefreiheit erheblich verbessert werden.

Bauverwaltung und TAG haben bereits 2014 mit der Projektentwicklung für ein neues Einkaufszentrum begonnen. Der Bauausschuss des Gemeinderates beauftragte die Stadtverwaltung im Juli 2015, die Änderung des Bebauungsplanes vorzubereiten hinsichtlich eines möglichen Neubaus. Nach der Bürgerinformation im Oktober letztes Jahr wurde das Projekt weiter vorangetrieben. Der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan wurde vom Bauausschuss am 20.01.2016 gefasst. „Ziel der Stadtverwaltung ist es,“ betont Oberbürgermeister Dieter Salomon, „das Zentrum von Landwasser aufzuwerten. Hier soll ein lebendiger Treffpunkt entstehen, mit einem zeitgemäßen Einkaufszentrum, das die Nahversorgung im Stadtteil sichert.“

Auch Baubürgermeister Martin Haag hebt hervor, dass „bei dem Ende 2012 gestarteten Prozess zur Entwicklung von Stadtteilleitlinien von der Bürgerschaft in Landwasser sehr deutlich zum Ausdruck gebracht wurde, welchen hohen Stellenwert die Stärkung des Stadtteilzentrums hat. Um dem Rechnung zu tragen, soll es unter anderem einen Platz wie auch eine Passage zum Haus der Begegnung geben.“ Auch soll die Höhe der neuen Gebäude den bisher gesteckten Rahmen der achtgeschossigen Nachbarbebauung nicht übersteigen. Diese Leitlinien fließen ein in die Aufgabenstellung der Mehrfachbeauftragung. Hierbei sollen fünf Planungsbüros im Wettbewerb Entwürfe für die gestalterische und bauliche Umsetzung erarbeiten. Eine Jury wird dann unter Einbeziehung des Bürgervereins Landwasser die überzeugendste Lösung auswählen.

Eine weitere unerlässliche und bereits mit dem neuen Projektentwickler vereinbarte Rahmenbedingung ist die Sicherung der Nahversorgung des Stadtteils während der voraussichtlich zweijährigen Abbruch- und Bauphase. Als provisorischer Ersatzstandort werden derzeit mehrere Optionen geprüft, die maßgeblichen Kriterien sind Verfügbarkeit, gute Erreichbarkeit und ein ausreichendes Flächenangebot. Hier wird in den nächsten Monaten die Gesamtbewertung der möglichen Standorte abgeschlossen sein und eine Entscheidung getroffen.

Finanzbürgermeister Otto Neideck begrüßt ausdrücklich die jetzt getroffene Vereinbarung, nach der die Firma Unmüssig neben den Erbbaugrundstücken mit einer Fläche von etwa 9270 m2 noch eine rund 850 m2 große, städtische Teilfläche hinzu erwirbt. So kommt für dieses, für den Stadtteil enorm wertvolle Projekt unterm Strich eine Baufläche von rund 10.120 m2 zusammen. „Die Verhandlungen in den letzten beiden Jahren mit der TAG waren sehr lösungsorientiert und haben gezeigt, dass mit einem örtlich erfahrenen 3 Projektentwickler an der Seite der TAG auch unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen eine für den Stadtteil bestmögliche Versorgung sichergestellt werden kann“, so Erster Bürgermeister Neideck.

Der Schwerpunkt der TAG Immobilien AG, ein im MDAX gelistetes, börsennotiertes Unternehmen, liegt vor allem im Bereich der Akquisition und Verwaltung von Wohnimmobilien und nur nachrangig in der Projektentwicklung von Gewerbeimmobilien. Daher hat sich die TAG, deren Hauptstandorte im Norden und Osten Deutschlands liegen, im Interesse des Stadtteils für den Verkauf des Objekts an einen renommierten und regionalen Projektentwickler entschieden. Mit der Unmüssig Bauträgergesellschaft Baden mbH wurde ein Partner gefunden, der vor Ort unschätzbare Erfahrung besitzt und zugleich über die Möglichkeiten einer kurzfristigen Umsetzung des Projekts verfügt.

Quelle: Stadt Freiburg

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