Energiewechsel

Freiburg: Jasmina Prpic‘ mit dem Preis „Frauen Europas“ der Europäischen Bewegung Deutschlands ausgezeichnet

Pressemeldung vom 8. Oktober 2012, 13:56 Uhr

Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und Migrantinnen- und
Migrantenbeirat würdigten Verdienste des früheren Mitglieds
mit einem Empfang im Rathaus

58jährige Juristin aus Bosnien-Herzegowina ist Gründerin
von „Anwältinnen ohne Grenzen“

Jasmina Prpic‘, früheres Mitglied des städtischen Migrantinnen-
und Migrantenbeirats, ist in diesem Jahr Trägerin des Preises
„Frauen Europas“ der Europäischen Bewegung Deutschlands.
Die aus Banja Luka in Bosnien-Herzegowina stammende Juristin
und frühere Richterin nahm im September in München die hohe
Auszeichnung aus der Hand von Staatssekretärin Gudrun Kopp
(Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) in einer
gemeinsamen Veranstaltung der Europäischen Bewegung Deut-
schland und des Deutschen Juristinnenbunds entgegen. Der
Preis „Frauen Europas“ wird seit 1991 einmal jährlich an Frauen
verliehen, die sich durch mutiges, kreatives oder hartnäckiges
ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise für das Zu-
sammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas
einsetzen.

Am vergangenen Montag (1.Oktober) ehrte der Migrantinnen-
und Migrantinnenbeirat mit einem kleinen Festakt im Rathaus die
heute 58jährige, die 1992 vor dem Bürgerkrieg aus ihrer bosni-
schen Heimat fliehen musste und seitdem in Freiburg lebt. Bei-
ratsvorsitzender Prof. Miguel Garcia und Sozialbürgermeister
Ulrich von Kirchbach würdigten die Verdienste von Jasmina
Prpic‘, die 2007 die Organisation „Anwältinnen ohne Grenzen“
ins Leben gerufen hat und seitdem ihre Vorsitzende ist. Die Juris-

tin engagiert sich für die Durchsetzung der Menschenrechte von
Frauen und insbesondere Migrantinnen und gegen Ungleichbe-
handlung und sexuelle Gewalt im In- und Ausland.

Da ihre juristischen Examina in Deutschland nicht anerkannt
wurden, musste sich Jasmina Prpic‘ zunächst als Putzfrau und
Kellnerin durchschlagen. 2012 schloss sie an der Universität
Freiburg ein Masteraufbaustudium erfolgreich ab und ist seitdem
wieder als Juristin in Freiburg tätig. Drei Jahre arbeitete sie für
„Medica Mondiale“ im Kosovo, um potenzielle Zeuginnen von
Vergewaltigungsverbrechen vor das Haager Tribunal zu beglei-
ten und juristisch zu betreuen.

Jasmina Prpic‘ kandidierte 2005 als Spitzenkandidatin der „Inter-
nationalen Liste“ zur Wahl des Migrantinnen- und Migrantenbei-
rats und gehörte dem Gremium bis 2009 an.

Quelle: Stadt Freiburg

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