Energiewechsel

Freiburg: Freiburger Abfallbilanz 2013

Pressemeldung vom 1. September 2014, 08:43 Uhr

Spitze beim Reduzieren von Abfällen sowie beim getrennten Sammeln

Die Freiburgerinnen und Freiburger sind spitze im Ländle, was die Vermeidung von Müll angeht: Nur 113 Kilo Rest- und Sperrmüll erzeugten sie 2013 pro Kopf. Das ist das beste Ergebnis im Vergleich der kreisfreien Städte in Baden-Württemberg. Damit liegt Freiburg rund 22 Prozent unter dem statistischen Landesdurchschnitt von 144 Kilo Rest- und Sperrmüll pro Person. In der im Juli 2014 vom Umweltministerium Baden-Württemberg veröffentlichten Abfallbilanz 2013 werden die Abfallmengen aller Stadt- und Landkreise miteinander verglichen. Die zuständige Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik freut sich über das Freiburger Ergebnis und lobt den verantwortungsvollen Umgang der Freiburgerinnen und Freiburger mit kommunalen Abfällen. „Die Selbstverständlichkeit, mit welcher die Bürgerinnen und Bürger Abfälle als Wert- und Rohstoffe behandeln, ist beispielhaft“.

Die Menge der separat erfassten und recycelbaren Abfälle liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. An vorderster Stelle steht Freiburg hier vor allem mit der Sammlung organischer Bioabfälle, deren Menge seit Einführung der braunen Tonne im Jahr 1997 kontinuierlich gestiegen ist. So konnten 2013 insgesamt 14.757 Tonnen Abfälle aus der Biotonne kompostiert oder energetisch genutzt werden. Mit einer Pro-Kopf-Menge von 68 Kilo sammelt statistisch gesehen jede Freiburgerin und jeder Freiburger 51 Prozent mehr organische Abfälle als der Landesdurchschnitt.

Mit rund 20.240 Tonnen Altpapier sammelte Freiburg 93 Kilo Altpapier pro Kopf und liegt damit 10 Kilo über dem Landesdurchschnitt. Die Altglasmenge blieb mit 6.428 Tonnen und 29 Kilo pro Einwohner rund 12 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Im Landesdurchschnitt liegt Freiburg bei der Menge an erfassten Elektro- und Elektronikgeräten. Insgesamt 1.702 Tonnen wurden über die bestehenden Sammelsysteme Sperrmüll und Recyclinghöfe gesammelt. Um diese Menge zu erhöhen, stellte die Abfallwirtschaft Freiburg (ASF) 2013 mehrere Wertstoffinseln zur dezentralen Erfassung von Elektroschrott, Glas und Altmetall in verschiedenen Stadtteilen probeweise auf. Bereits in der Versuchsphase zeigte sich eine erfreulich hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung, insbesondere bei der Sammlung von Elektrokleingeräten. Durch die stadtweite Einrichtung von weiteren 24 Wertstoffinseln Anfang 2014 erwartet die ASF einen Anstieg dieser Menge im nächsten Jahr.

Die Restmüllmenge sank trotz einer gestiegenen Einwohnerzahl auf 20.637 Tonnen und verringerte sich um rund 149 Tonnen gegenüber dem Vorjahr.

Fester Bestandteil des städtischen Abfallwirtschaftskonzepts ist die wohnortnahe Sammlung von Schadstoffen. Freiburgs Bürgerinnen und Bürger nutzen dazu die Recyclinghöfe oder das Schadstoffmobil, wenn es in den Stadtvierteln vorbei kommt. Dementsprechend hoch ist die Menge an abgegebenen Problemstoffe: Sie liegt mit 1,2 Kilo pro Kopf rund 64 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Auch im 25-jährigen Bilanzierungszeitraum der Abfallstatistik Baden-Württemberg verzeichnet Freiburg innerhalb der Stadtkreise die größte Minderung des Haus- und Sperrmüllaufkommens mit einer Reduzierung von 111 Kilo pro Einwohnerin und Einwohner. Bedingt durch die Korrekturen des Statistischen Landesamtes geht die Landesabfallbilanz für 2013 von 218.459 Einwohnerinnen und Einwohnern in Freiburg aus. Im Jahr 2012 wurde noch mit einer Einwohnerzahl von 230.582 Einwohnern gerechnet. Daher weichen die Pro-Kopf-Mengen 2013 von den Ergebnissen der vorigen Jahre ab.

Quelle: Stadt Freiburg

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