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Freiburg: Freiburg zeigt Zivilcourage: Polizei und Stadt starten Kampagne für mehr Sicherheit

Pressemeldung vom 28. April 2017, 11:21 Uhr

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun: Was Molière schon im 17. Jahrhundert wusste, ist heute aktueller denn je – und eine Kernbotschaft der neuen Kampagne „Freiburg zeigt Zivilcourage“ von Stadt und Polizei. Denn wer bei Übergriffen oder Delikten nur zuschaut und nichts unternimmt, macht indirekt mit. Die Kampagne klärt auf, was jeder Einzelne tun kann, um sich in solchen Fällen richtig zu verhalten: Beobachte genau. Hilf, ohne dich selbst zu gefährden. Wähle 110. Du kannst dich auch anonym melden. Fordere andere zur Mithilfe auf. Kümmere dich um das Opfer.

Diese und viele andere Tipps finden sich auf der neuen Internetseite www.freiburg-zeigt-zivilcourage.de. Hier gibt es Empfehlungen, wie man sich sicher in der Stadt bewegt und zahlreiche Infos zu Themen wie Hausverbotsverfahren, Workshops für Clubpersonal, Alkohol- und Gewaltprävention, Frauenberatungsstellen oder den Nachtfahrten der VAG. Bei einem Online-Quiz kann man sein Wissen über Zivilcourage und Sicherheit testen.

Zur Kampagne gehören aber auch viele weitere Aktionen wie Postkarten, Plakate, bedruckte Bierdeckel – oder eine Zeugenkarte. Diese passt in jeden Geldbeutel und leistet im Ernstfall gute Dienste, da hier alle wichtigen Punkte für eine Zeugenaussage auf einen Blick zusammengefasst sind: Was muss ich mir merken, warum sollte ich mich schnell melden und wo genau? Die Zeugenkarte ist kostenlos erhältlich, zum Beispiel in den Polizeirevieren, im Amt für Soziales und Senioren in der Initiator der Kampagne ist die Arbeitsgemeinschaft Zivilcourage, in der die Kriminalprävention der Stadt, der Verein Sicheres Freiburg und das Referat Prävention der Polizei eng zusammenarbeiten. Die Internetseite wird vom Verein Sicheres Freiburg betrieben, der an die städtische Geschäftsstelle Kommunale Kriminalprävention angegliedert ist.

Die AG Zivilcourage ist aus dem Runden Tisch „Sicherheit im Freiburger Nachtleben“ hervorgegangen, der seit der Debatte über die Sicherheit in Freiburger Clubs im vergangenen Jahr regelmäßig tagt. Unter der Federführung von Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach treffen sich hier Vertreterinnen und Vertreter von Stadt, Polizei, Clubs, Migrantenbeirat, Hotel- und Gaststättenverband und Beratungsstellen, um Strategien für mehr Sicherheit im Freiburger Nachtleben zu entwickeln. Neben der AG Zivilcourage sorgt auch die AG Sicheres Nachtleben dafür, die Vorschläge in die Tat umzusetzen. Bei ihr liegt der Schwerpunkt auf Fortbildungen und Workshops für Clubpersonal.

Die Kampagne „Freiburg zeigt Zivilcourage“ wurde finanziert vom Verein Sicheres Freiburg, dem Landeskriminalamt Baden- Württemberg und der PSD-Bank.

Quelle: Stadt Freiburg

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