Energiewechsel

Freiburg: Ende der Gesamtsanierung Wentzinger Schulen

Pressemeldung vom 15. September 2016, 12:26 Uhr

Im Frühjahr 2009 gings los, jetzt ist alles geschafft: Nach sieben Jahren (März 2009 bis März 2016) sind die Wentzinger Schulen am Seepark in sieben Bauabschnitten komplett runderneuert und erweitert. Mit einem Festakt feiern die Wentzinger Realschule und das Wentzinger Gymnasium mit Oberbürgermeister Dieter Salomon und Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik das Ende des Bauprojekts. Die Schule ist jetzt technisch und energetisch auf höchstem Niveau, hat zusätzliche große lichtdurchflutete Räume, den geforderten Brandschutzstandard, Barrierefreiheit, und modernste Räume mit medientechnischer Ausstattung. Auch die angegliederte Stadtteilbibliothek und die beiden Sporthallen waren Teil des Sanierungsprojekts. Oberbürgermeister Dieter Salomon: „Der runderneuerte Schulkomplex ist ein sichtbares Zeichen für den Aufschwung im Freiburger Westen mit seinen vielen neuen städtebaulichen Entwicklungen.“

Unter Freiburgs Schulen nimmt „das Wentz“ mit aktuell 1500 Schülerinnen und Schülern (Realschule und Gymnasium ) einen besonderen Rang ein. Als einzige Schule liegt es innerhalb eines öffentlich zugänglichen Naherholungsgebiets. 1974 fertiggestellt, erregte der weitverzweigte Gesamtkomplex mit seinen fünf „Fingern“, die in den umliegenden Grünbereich greifen, weit über Architektenkreise hinaus Aufsehen. Doch wie bei jedem Nutzgebäude haben sich die Akzente im Laufe der Zeit verändert. Ganztagesnutzung mit Essensverpflegung und geänderte Unterrichtsformen heißen die neuen Herausforderungen. Zugleich nahm die Verzahnung beider Schulen zu: Das Gymnasium im Nordteil und die Realschule im Südteil arbeiten selbstständig und unter eigener Leitung, nutzen jedoch viele Fachräume (Naturwissenschaften, musische und technische Fächer) sowie die Sporthallen und Freisportanlagen gemeinsam.

Die Sanierung der Wentzinger-Schulen war im Sanierungs- und Investitionsprogramm von 2007 das erste Projekt an einer 70er- Jahre-Schule mit einer gänzlich neuen Dimension. Noch während der Sanierung wurde das Programm erweitert und so noch mehr Kapazitäten fürs Gymnasium, für die Realschule und auch für die angegliederte Paul-Hindemith-Schule geschaffen. Am Ende betrugen die Investitionskosten insgesamt 28 Millionen Euro. Dazu kommen die Kosten für die bewegliche Einrichtung (Mobiliar) und die Ausstattung (z.B. Computer, Beamer, Bücher, Messgeräte usw.) in Höhe von rund 2 Millionen Euro. Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik: „Wir haben jetzt einen Schulkomplex, der höchsten schulischen Anforderungen gerecht wird. Die beteiligten Ämter und die Schulleitungen haben gemeinsam den Baustellenbetrieb hervorragend gemanagt.“

Die Arbeiten unter Federführung des städtischen Gebäudemanagement wurden während des laufenden Schulbetriebs durchgeführt und verlangten allen Beteiligten Geduld und Flexibilität ab. Logistisch möglich war diese Sanierung im Betrieb durch die Architektur des Gebäudes mit den einzelnen Gebäudefingern. Dadurch ergab sich eine umfangreiche Umzugskette, die für alle eine logistische Herausforderung war.

Die beiden Schulen entwickelten sich in den vergangene Jahren Zug um Zug fort: 2009 konnte bereits ein neues Ganztagsgebäude in Passivbauweise eröffnet werden, das als neuer „Finger“ kammartig in die neue Baustruktur eingefügt wurde. Die Baukosten für den Erweiterungsbau betrugen damals 3,7 Millionen Euro. Seit dem Schuljahr 2013/14 ist das Gymnasium wieder ein G9 Gymnasium. Die Schülerzahl steigt stetig, so dass das Gymnasium wohl bald 6-zügig sein wird.

Der Gemeinderat hatte 2007 einen Sanierungs-Masterplan mit Schwerpunkt bei den Schulgebäuden beschlossen. Etappenweise konnten darüber Schulen und auch andere städtische Gebäude erneuert werden. Die Wentzinger Schulen sind bislang mit insgesamt 28 Millionen Euro der größte Brocken bei den Schulsanierungsprojekten. In den vergangenen zehn Jahren hat die Stadt Freiburg mehr als 150 Millionen Euro in Sanierungen und Erweiterungen von Schulbauten investiert. Dennoch besteht ein weiterer Modernisierungsbedarf im dreistelligen Millionenbereich. Das größte Projekt steht als nächstes bevor: der Neubau der Staudinger Schule mit Baukosten in Höhe von 85 Millionen.

Quelle: Stadt Freiburg

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