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Freiburg: Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fördert elf lokale Projekte gegen Rassismus

Pressemeldung vom 18. Januar 2017, 16:14 Uhr

Elf lokale Projekte, die sich gegen Extremismus und für Demokratie einsetzen, dürfen sich in diesen Tagen über ein verspätetes Weihnachtsgeschenk freuen: Sie erhalten eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“. Freiburg zählt zu den mittlerweile 250 Teilnehmerstädten des Programms. Es läuft seit 2015 für fünf Jahre. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt dafür jährlich 104,5 Millionen Euro bereit.

In Freiburg setzen das Amt für Migration und Integration das Programm in Kooperation mit dem Informationszentrum 3. Welt (iz3w) um. Dieses Jahr stehen für Einzelprojekte 54.000 Euro und für Jugendprojekte weitere 6.000 Euro zur Verfügung. Seit Programmstart haben insgesamt 32 Einzelprojekte und sieben Jugendprojekte einen Zuschuss erhalten. Mit dem Projekt Turuq wurde zudem eine Anlaufstelle zur Islamismusprävention geschaffen, an die sich Betroffene und pädagogische Fachkräfte wenden können.

Nun stehen elf weitere Träger fest, die eine Förderung für ihre einfallsreichen und mutigen Einzelprojekte erhalten. Zu ihnen zählen das Netzwerk für Gleichbehandlung Freiburg / Pro Familia (Aktionen in Straßenbahnen und an Haltestellen am Tag gegen Rassismus), der Club „The Great Reng Täng Täng“ (Kneipentalk-Reihe), der Caritasverband Freiburg-Stadt (Gespräche auf dem Zähringer Platz), der Diakonieverein Freiburg-Südwest (Fahrradbox „Das Ritzel“ für Bewohner und Geflüchtete), das „Freiburger Forum aktiv gegen Ausgrenzung“ (Veranstaltungen mit Romnija, Roma und Deutschen), das Rasthaus Freiburg (Räume und Angebote für Geflüchtete), sowie die Vereine German-Africa Insight (mobiler Treff an Brennpunkten), Sicheres Freiburg (Workshops für Türstehende), Freiburger Wahlkreis 100 Prozent (Film und Diskussion zum Wahlrecht von Migranten), Südwind (Musikworkshop und Flashmob) und Startinternational / emergency aid for children (interkulturelles Musikprojekt Terricafò).

Aufgepasst, die Bewerbungsphase für Jugendprojekte läuft noch: Bis Dienstag, 31. Januar, können Jugendliche bis 27 Jahre eine Förderung für ihre Projekte beantragen. Dazu müssen sie darlegen, wie sich diese für Verschiedenheit, Toleranz und gegen Diskriminierung und Gewalt einsetzen. Wer Interesse hat, im Jugendforum über die eingereichten Projekte zu entscheiden, kann sich gerne bei karim@iz3w.org melden. Weitere Infos und den Antrag gibt es unter www.freiburg.de/demokratie-leben. Hier finden sich auch nähere Beschreibungen zu den geförderten Einzelprojekten.

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ hat das Ziel demokratie- und menschenfeindliche Phänomene, wie Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Antiziganismus, Ultranationalismus, Homophobie, Dschihadismus oder linke Militanz abzubauen. Dazu arbeiten Verantwortliche aus Politik und Verwaltung, Vereinen, Verbänden, Kirchen und bürgerschaftlich Engagierte in einer „Partnerschaft für Demokratie“ zusammen. Gemeinsam entwickeln sie eine Strategie, die sich an den lokalen Gegebenheiten und Problemlagen vor Ort orientiert.

Quelle: Stadt Freiburg

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