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Freiburg: Bächle, Geburtenüberschüsse, Kirchenaustritte und mehr – Das Statistische Jahrbuch 2014 lässt kaum eine Frage offen

Pressemeldung vom 12. Februar 2015, 14:17 Uhr

Umfassender denn je: Bewährte Fundgrube enthält 288 Seiten voller Daten und Fakten / Schwerpunkt Bevölkerungsdaten

Wie lang sind alle Freiburger Bächle zusammengenommen? In welchen Stadtbezirken herrscht der höchste Geburtenüberschuss? Wie entwickelt sich die Zahl der Kirchenaustritte? Und wie viele Haushalte suchen eine Wohnung in Freiburg?

Wer Antworten*) auf diese (und viele weitere) Fragen sucht, greift am besten zum Statistischen Jahrbuch, das jährlich vom Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung herausgegeben wird. In diesen Tagen ist die Ausgabe 2014 erschienen, die jetzt über das Amt bezogen werden kann. Auf 288 Seiten enthält das Buch alle wichtigen Statistiken der Stadt.

Fast alle Lebensbereiche haben die Autoren unter die Lupe genommen und in 15 Kapiteln demografische, wirtschaftliche, soziale, ökologische und kulturelle Aspekte skizziert. Im 20-seitigen Schlusskapitel werden Vergleiche zu den anderen Stadtkreisen in Baden-Württemberg und zu Freiburgs Nachbarkreisen gezogen. Zeitreihen zeigen die Entwicklungen der letzten Jahre oder Jahrzehnte auf, während Stadtbezirkstabellen innerstädtische Unterschiede verdeutlichen.

Einen Schwerpunkt bildet traditionell die Wohnbevölkerung, denn unter allen Stadtkreisen des Landes wächst Freiburg mit Abstand am stärksten (plus 23,3 Prozent seit der Volkszählung 1987; Baden- Württemberg insgesamt plus 14,5 Prozent). Der Wanderungsgewinn Freiburgs (plus 1.435 Personen) im vergangenen Jahr resultierte dabei ausschließlich aus dem Zuzug von Ausländer/innen. So sind 1.636 ausländische Personen mehr zu- als weggezogen. Bei den Deutschen

gab es einen Wanderungsverlust von 201. In den Jahren 2011 und 2012 (plus 4.388 bzw. 3.271) waren die Wanderungsgewinne noch wesentlich höher, auch dank der 2011 eingeführten Zweitwohnungssteuer, die viele Personen mit Nebenwohnsitz bewog, sich in Freiburg mit Hauptwohnsitz zu melden.

Detailliert aufgeschlüsselt werden die Bewohner in den Stadtbezirken nach den Aspekten Alter, Staatsangehörigkeit, Religion und Haushaltstyp. Im Kapitel Soziales finden sich Daten zur Jugend- und Sozialhilfe sowie Angebote für Senioren und Kinder, im Kapitel Kultur Besucherzahlen fast aller Kultur- und Ausbildungseinrichtungen der Stadt. Ausführlich dokumentiert das Jahrbuch zudem die Ergebnisse aller politischen Wahlen seit 1972, inklusive der Europa- und der Gemeinderatswahl vom 25. Mai 2014. Nicht nur für die Bürgerschaft enthält das Statistische Jahrbuch viele nützliche Informationen, auch Behörden und Betriebe können anhand der Daten ihre Planungen auf ein solides Fundament stellen.

Das Statistische Jahrbuch 2014 kann als Druckversion ab sofort für 10 Euro plus Versandkosten beim Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung (Fax 201-5598, statistik@stadt.freiburg.de) bestellt werden. Umfangreiche statistische Informationen sind auch im Internet unter www.freiburg.de/statistik verfügbar.

*) Übrigens: Freiburgs Bächle sind zusammengenommen 9 Kilometer lang, davon sind 4,9 Kilometer offen. Der höchste Geburtenüberschuss (also Lebendgeborene minus Gestorbene) war 2014 in den Stadtbezirken Rieselfeld (+78), Unterwiehre-Süd (+65), Alt-Stühlinger (+56) und Herdern-Nord (+44) zu verzeichnen. Die Zahl der Austritte aus der römisch-katholischen hat nach Angaben des Standesamtes 2013 (801 Austritte) den zweithöchsten Wert seit 20 Jahren erreicht; nur 2010 (831) waren es mehr, ansonsten lagen die Jahreswerte stets (zum Teil deutlich) unter 600 Austritten. Auch bei den Protestanten hat nach einer eher ruhigen Phase 1996 bis 2007 die Neigung zum Kirchenaustritt deutlich zugenommen und hat nach 2008 (411), 2010 (426) und 2011 (457) nun 2013 (468) den nächsten Höchstwert erreicht. Die Zahl der wohnungssuchenden Haushalte steigt seit Jahren recht kontinuierlich, von 1008 im Jahr 2008 auf 1330 im Jahr 2013. Dabei stagniert die Nachfrage nach Ein-Personen-Haushalten auf hohem Niveau (2013: 600), während sich die Zahl jener Menschen, die Haushalte für vier oder mehr Personen suchen, seit 2008 fast verdoppelt hat.

Quelle: Stadt Freiburg

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