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Freiburg: Achtung beim Kauf von Hundewelpen

Pressemeldung vom 2. Juni 2016, 15:37 Uhr

Amt für öffentliche Ordnung warnt vor unbekannter Herkunft – Kein Schutz vor Tollwut

Der Handel mit Hundewelpen vor allem aus den südosteuropäischen Ländern hat seit der EU-Ost-Erweiterung und dem Wegfall der Außengrenzen sprunghaft zugenommen. Die Welpen kommen vergleichsweise günstig auf den Markt und werden scheinbar unkompliziert den Kaufenden übergeben. Das Amt für öffentliche Ordnung warnt vor dem Kauf von Tieren unbekannter Herkunft, weil Heimtierausweise gefälscht und Hunde zu jung eingeführt wurden.

Spätestens der erste Besuch beim Tierarzt bringt für die neuen Hundebesitzerinnen oder -besitzer böse Überraschungen. Die vorgeschriebene Mikrochip-Kennzeichnung ist nicht auslesbar oder nicht vorhanden, die angebliche Tollwutimpfung wurde zu früh verabreicht und ist somit wirkungslos oder die europaweit vorgeschriebenen Heimtierausweise sind gefälscht. Manipulierte Impfpässe sollen darüber hinweg täuschen, dass die Welpen viel zu früh von ihren Müttern getrennt werden. Eng zusammengepfercht und damit keineswegs tiergerecht werden sie weite Strecken transportiert.

Gegen Tollwut dürfen Welpen aus Gründen der Tiergesundheit erst im Alter von zwölf Wochen geimpft werden. Danach dauert es noch einmal drei Wochen, bis die Impfung vollständig wirkt. Erst jetzt dürfen die Hundewelpen nach Deutschland eingeführt werden. Tiere unter fünfzehn Wochen sind deshalb immer illegal nach Deutschland gebracht worden und nicht wirksam gegen die Seuche geschützt.

Die westeuropäischen Länder gelten als tollwutfrei. In mehreren süd-osteuropäischen Ländern ist diese gefährliche Tierseuche aber noch immer verbreitet. Es besteht ein hohes Risiko, sich bei Welpen, die nicht gegen Tollwut geschützt sind, zu infizieren.

Generell ist die Gefahr, Tollwut wieder nach Westeuropa einzuschleppen, groß. Die Welpen, die den Amtstierärzten gemeldet werden, müssen auf Kosten des neuen Halters deshalb mindestens vier Monate unter amtlicher Beobachtung bleiben. Schlimmstenfalls müssen die Tiere eingeschläfert werden. Abgesehen davon befinden sich die Welpen oft in einem erbärmlichen Zustand und sind häufig krank. Sie sind in ihrer Entwicklung zurückgeblieben, leiden an Wurmbefall und anderen Krankheiten. Die aufsummierten tierärztlichen Behandlungs- und Unterbringungskosten können bei Weitem die Kosten übersteigen, die ein Welpen bei einem seriösen Züchter kostet.

Das Amt für öffentliche Ordnung rät daher allen, die sich einen Hund kaufen wollen, nur seriöse Züchter zu kontaktieren und sich vorab die Zucht- und Haltungsbedingungen anzusehen. Außerdem sollten sie das Tier selbst beim Züchter abholen, denn Verkäufer, die anbieten, den Welpen abzuliefern, haben möglicherweise etwas zu verbergen. Grundsätzlich soll der zukünftige Halter auf einen Kaufvertrag bestehen und sich den Heimtierausweis des Hundes. Bei Zweifeln und Fragen ist die zuständige Veterinärbehörde jederzeit Ansprechpartnerin.

Quelle: Stadt Freiburg

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