Energiewechsel

Freiburg: Abfallbilanz 2011 – Die für Recycling geeigneten Abfälle liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt

Pressemeldung vom 15. August 2012, 09:05 Uhr

Restmüllmenge sank trotz gestiegener Einwohnerzahl –
57 Prozent mehr Bioabfall als Durchschnitt des Landes

Die Freiburger Abfallbilanz für 2011 liegt jetzt vor. In der vom
baden-württembergischen Landesumweltministerium
veröffentlichten Bilanz für 2011 werden die Abfallmengen aller
Stadt- und Landkreise miteinander verglichen – mit
erfreulichen Ergebnissen für die Stadt Freiburg. Wie in den
Jahren zuvor stellt sie eine vorbildliche Wertstoffsammlung
unter Beweis. Die Menge der in Freiburg erfassten
wiederverwertbaren Abfälle liegt deutlich über dem
Landesdurchschnitt.

„Die Freiburger Recyclingquote liegt über dem Durchschnitt
des Landes. Auch 2011 sanken die Restmüllmengen und
beim Bioabfall liegt Freiburg mit 57 Prozent weit über dem
Landesdurchschnitt. Das verdient große Anerkennung“, lobte
Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik den
verantwortungsvollen Umgang der Freiburgerinnen und
Freiburger mit kommunalen Abfällen.

Trotz wachsender Einwohnerzahl gelang es der Bürgerschaft,
den Abfall aus Haus- und Sperrmüll, einschließlich
Geschäftsmüll, der öffentlichen Sammlung um 548 Tonnen zu
senken. Dabei wurden im vergangenen Jahr 58.613 Tonnen
Wertstoffe in die Rohstoffkreisläufe zurückgeführt, das sind im
Durchschnitt 260 Kilo pro Einwohner. Berücksichtigt wurden
neben den öffentlich eingesammelten auch die auf den
Recyclinghöfen angelieferten Wertstoffe. Die Recyclingquote –
das Verhältnis zwischen Abfällen zur Beseitigung und Abfällen

zur Verwertung – konnte damit bei 69 Prozent gehalten
werden, das entspricht exakt dem überdurchschnittlichen
Niveau des Vorjahres.

Die reine Restmüllmenge sank trotz gestiegener
Einwohnerzahl um rund 379 Tonnen auf 20.963 Tonnen.
Damit produziert jede Freiburgerin und jeder Freiburger nur
noch 93 Kilo Hausmüll jährlich. Während im
Landesdurchschnitt das Gesamtaufkommen mit 124 Kilo pro
Kopf konstant blieb, konnte Freiburg seine Restmüllmenge
weiter reduzieren und unterschreitet den Landeswert jetzt um
31 Kilogramm je Einwohner, das entspricht 25 Prozent.

Auch beim Bioabfall wurde mit 14.788 Tonnen das hohe
Vorjahresniveau um 439 Tonnen erneut übertroffen.
Statistisch füllt jeder Freiburger jährlich 66 Kilogramm
organische Küchen- und Gartenabfälle in die Biotonne – das
sind deutliche 57 Prozent mehr Bioabfall als der Durchschnitt
im Land.

Zu den Abfallkategorien Altglas, Altpapier und Elektroschrott:
Die Altglasmenge stieg gegenüber dem Vorjahr um 46 Tonnen
auf 6.350 Tonnen an und liegt in Freiburg rund 8 Prozent über
dem Landesdurchschnitt.

Trotz elektronischer Medien wird hier weiterhin viel gelesen.
Die gesammelte Altpapiermenge blieb in Freiburg pro Kopf
konstant bei 91 Kilogramm. Das sind rund 10 Prozent mehr
als der Landesdurchschnitt. Insgesamt wurden im
vergangenen Jahr 20.545 Tonnen Papier gesammelt, 350
Tonnen mehr als 2010. Die Menge entsorgter Elektrogeräte
sank dagegen um 233 Tonnen auf 1.844 Tonnen. Warum die
Menge sank, ist aus der Landesabfallbilanz nicht ersichtlich.

Da die Leistungen der Abfallentsorgung in den baden-
württembergischen Städten und Landkreisen sehr
unterschiedlich sind, ist ein Vergleich der Abfallgebühren
äußerst schwierig. Freiburg verfügt mit seiner individuellen
Behälterwahl, der wöchentlichen Leerung der Biotonne und
dem umfangreichen Annahmespektrum auf den
Recyclinghöfen über ein sehr bürgerfreundliches
Sammelsystem. Deshalb bewegt sich der finanzielle Aufwand
mit 171 Euro beziehungsweise 195 Euro – je nach
Behälterwahl – für eine vierköpfige Familie oberhalb des
Gebührendurchschnitts von 149,67 Euro in Baden-
Württemberg.

Quelle: Stadt Freiburg

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