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Freiburg: 10.000 Kita-Platz in der Stadt Freiburg eingerichtet

Pressemeldung vom 9. Dezember 2015, 13:25 Uhr

Ausbau der Kinderbetreuung gelungener Kraftakt für die Familienfreundlichkeit der Stadt

Einen echten Platz auf einem echten Stuhl hat heute Oberbürgermeister Dieter Salomon der Kita der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Norsinger Weg in Weingarten als Symbol für den 10.000 Kita-Platz in der Stadt Freiburg geschenkt. „Im Jahr 2010 hatten wir rund 7.000 Plätze für die Kinderbetreuung, in nur fünf Jahren haben wir nochmals fast fünfzig Prozent draufgesattelt“, erklärte OB Salomon bei der Übergabe. „Da ist der Stadt gemeinsam mit den vielen freien Trägern ein unglaublicher Kraftakt gelungen.“ Aber er war sich mit allen Anwesenden Festgästen einig, dass dieser Ausbau absolut notwendig und gut investiertes Geld ist. „Freiburg ist eine familienfreundliche Stadt, die Vätern wie Müttern ein Familienleben und Berufstätigkeit ermöglichen will und den Kindern eine qualitätsvolle Betreuung“, so Salomon. Die fünfstelligen Platzzahl feierten mit dem OB der Vorsitzende der AWO, Altbürgermeister Hansjörg Seeh, Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, der Geschäftsführer der AWO, Jack Huttmann, die Leiterin des Amts für Kinder, Jugend und Familie, Marianne Haardt, die Leiterin der Kita, Gabriele Bernhard-Linke sowie Vertretungen der AWO und des städtischen Gebäudemangements und anderer Ämter.

Möglich wurde der Platzzuwachs durch ein neues Gebäude auf dem großen, am Bach gelegenen Gelände der Kita. Hier kommt eine neue Gruppe mit zehn Plätzen für Kinder bis drei Jahre unter. Im bisherigen Gebäude, das 1986 anstelle des abgebrannten Baus aus den 1970er Jahren entstanden war, sind drei Gruppen mit insgesamt 60 Plätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren untergebracht.

Die Erweiterung um eine Gruppe für Unter-Dreijährige war schon seit mehreren Jahren angedacht worden. Zunächst hatte man überlegt, das Bestandsgebäudes aufzustocken. Dies erwies sich genauso wie ein Anbau als baulich nicht umsetzbar. Daher baute das städtische Gebäudemanagement die Solitärlösung auf dem Außengelände.

Um die räumliche Trennung der Gruppe von den anderen zu überwinden, können sich jeden Tag Kinder aus den Gruppen für Kinder ab drei Jahren für die Unter-Dreijährigen-Gruppe „anmelden“ und sie zum Spielen und gemeinsamen Erleben besuchen. Das generelle Konzept der Kita sieht außerdem vor, dass im Rahmen des Projekts „Begegnungen“ Kinder der Kita regelmäßig die Bewohnenden des Altenheims Martha-Fackler- Heims besuchen. Das Projekt wurde von der Evangelischen Hochschule drei Jahre lang im Rahmen einer Projektförderung des Bundes wissenschaftlich begleitet und wird nun nach Auslaufen der Förderung weitergeführt. Außerdem nimmt die Kita an den Freiburger Qualitätsdialogen und der Werkstatt Inklusion teil.

Die Investitionen für den neuen Bau belaufen sich auf rund 750.000 Euro. Rund 124.000 Euro davon sind aus dem Investitionsprogramm des Bundes gedeckt, den Rest übernimmt die Stadt. Darüber hinaus hat die Stadt der AWO einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro für die Innenausstattung gewährt.

Der Ausbau der Plätze für die Kinderbetreuung geht nun schon zwanzig Jahre. Für Kindergartenkinder war von der Bundesregierung ab 1996 ein Rechtsanspruch eingeführt worden. Seitdem lag das Platzangebot für diese Kinder immer bei rund 100 Prozent. Im Jahr 2000 gab es 6.300 Plätze für Kinder ab drei Jahren, aber nur 634 für Kinder unter drei Jahren. Für letztere Gruppe begann wenige Jahre danach der massive Ausbau. So gab es 2010 mit 1.619 Plätzen für 26 Prozent der Kinder dieses Alters einen Platz und zu Ende August 2015 mit 2.961 Plätzen für rund 45 Prozent. Die Stadt wird dieses Angebot in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Die Zahlen für die Kinder ab drei Jahren wuchsen ebenfalls: von 6.703 im Jahr 2010 auf 7.048 im letzten Jahr. Insgesamt gibt es in der Stadt Freiburg 207 Einrichtungen unterschiedlichster Träger zur Kinderbetreuung. Die Stadt Freiburg unterhält davon 19 Einrichtungen.

Quelle: Stadt Freiburg

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