Energiewechsel

Denkingen: Fünf Gemeinden – zwei Landkreise – eine Nachhaltigkeitsregion

Pressemeldung vom 29. Oktober 2014, 10:39 Uhr

Die Bürgermeister Ralf Fahrländer, Aldingen; Ralf Ulbrich, Deißlingen; Rudolf Wuhrer, Denkingen; Martin Leo Maier, Fittlingen und Thomas Albrecht Wellendingen haben sich Gedanken gemacht, wie man gemeinsam das Thema der Nachhaltigkeit in den Gemeinden thematisieren und voran bringen kann. Dabei hat sich sehr schnell gezeigt, dass dieses Thema mit seinen vielen Facetten viele Chancen und Herausforderungen über die Gemeindegrenze hinaus beinhaltet.
Nach einem gemeinsamen Besuch im Umweltministerium wurde die Idee einer gemeinsamen Nachhaltigkeitsregion geboren. Im Umweltministerium war man von diesem Projekt so begeistert, dass man es als ein Pilotprojekt im Land initiieren wird. Das heißt die fünf Gemeinden über zwei Landkreise hinweg werden Modellregion in Sachen Nachhaltigkeit für das gesamte Land Baden-Württemberg werden.
In den einzelnen Gemeinderatsgremien fiel der Gedanke einer gemeinsamen Nachhaltigkeitsregion auf fruchtbaren Boden. Mit einem Auftaktworkshop mit Prof. Paul-Stefan Roß , welcher auch das Gemeindenetzwerk des Gemeindetags betreut, werden die Gemeinden nunmehr aktiv in das Thema der Nachhaltigkeitsregion einsteigen.
Schon im Vorfeld haben sich dabei wichtige Themen für die neue Nachhaltigkeitsregion herauskristallisiert, wie etwa ein gemeinsames nachhaltiges Beschaffungswesen, Klimaschutz und Energieeffizienz, Regionale Wertschöpfung und regionaler Produktkreislauf zur Stärkung der örtlichen Wirtschaft, Bewältigung des demographischen Wandels oder die Mobilität in der Region.

Wie gelingt es beispielsweise junge Menschen in der Region zu halten, dem Facharbeitermangel zu begegnen oder die Mobilität für Senioren zu gewährleisten? Wie kann die Infrastruktur in den einzelnen Gemeinden erhalten bleiben und beispielsweise die Kaufkraft in den fünf Gemeinden gebunden werden? Was gibt es künftig für Betreuungs- und Wohnangebote für ältere Mitbürger oder wie kann man gemeinsam die Vereinsstrukturen auch für die Zukunft sichern? Ein ganzer Strauß von Herausforderungen, welche nunmehr gemeinsam angegangen werden sollen. Besprochen und behandelt werden diese Themen mit einer breiten Bürgerbeteiligung, wobei die Geschwindigkeit und Themen in den einzelnen Gemeinden durchaus auch unterschiedlich sein können.
Nicht jede Gemeinde muss das Rad neu erfinden. Die Zusammenarbeit der fünf Gemeinden ermöglicht nunmehr auch eine gewisse Aufgabenaufteilung und so einen möglichst effektiven Einsatz der vorhandenen Ressourcen auf den Rathäusern.
Bereits jetzt schon ist in den Gemeinderatsgremien eine gute Aufbruchsstimmung zu spüren die Themen der Zukunft gemeinsam anzupacken. So werden im Auftaktworkshop die Schwerpunkte der Nachhaltigkeitsregion herausgearbeitet, Strukturen für diese Modellregion geschaffen und dann geht es auch noch um einen gemeinsamen Namen für dieses landesweit einmalige Pilotprojekt. Wenn die Strukturen stehen wird man im Frühjahr 2015 ganz offiziell starten und sich zusammen mit der Bürgerschaft auf den Weg in eine gelebte Nachhaltigkeitsregion über zwei Landkreise hinweg machen.

Quelle: Gemeinde Denkingen

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