Energiewechsel

Denkendorf: Hochwasserschutzmaßnahme „Lange Äcker“ bis auf Weiteres zurückgestellt

Pressemeldung vom 25. November 2010, 14:05 Uhr

Nachdem die Grunderwerbsverhandlungen über zwei Grundstücke weiterhin nicht zum Abschluss gebracht werden konnten, wird die Hochwasserschutzmaßnahme „Lange Äcker“ nicht wie geplant verwirklicht. Die bereits abgeschlossenen Kaufverträge sollen aber dennoch vollzogen werden, um im Falle der Verfügbarkeit aller notwendigen Grundstücke schnell reagieren zu können, so das einstimmige Votum des Gemeinderates am vorvergangenen Montag

Nachdem es bei einem Starkniederschlagsereignis im Sommer 2008 zu massiven Überflutungen und Schäden durch Oberflächenwasserabflüsse aus Hanglagen in der Ortslage von Denkendorf gekommen war, haben Gemeinderat und Verwaltung schnell Handlungsbedarf erkannt. Noch im Herbst desselben Jahres wurde deshalb ein umfassendes Konzept zur Verbesserung des Abflusses von Oberflächenwasser verabschiedet.

Gemäß der Prioritätenliste sollte zunächst im besonders stark betroffenen Gebiet Lange Äcker/ Uhlandstraße mit der Umsetzung begonnen werden. Als Schutzmaßnahme für diesen Bereich war eine Erhöhung der Abflussleistung bzw. Rückhaltung durch den Bau von zusätzlichen Entwässerungsgräben vorgesehen. Insgesamt waren 285.000 € im Gemeindehaushalt 2010 eingestellt, um das Vorhaben zu verwirklichen. Die geplante Maßnahme soll dem Gebiet Lange Äcker/ Uhlandstraße künftig einen höheren Schutz bei Hochwasserereignissen gewähren.

Da die zur Umsetzung der Maßnahme erforderlichen Privatgrundstücke erworben werden müssen, laufen nunmehr seit längerer Zeit Verhandlungsgespräche. Mit Ausnahme von 2 Fällen konnte bis dato Einigung erzielt werden, entweder das Grundstück ganz oder teilweise zu veräußern oder über eine dingliche Sicherung die Realisierung zu ermöglich. Da eine freiwillige Einigung über die betroffenen Grundstücke Voraussetzung für die Umsetzung der Maßnahmen ist, kann die Gemeinde den vorgesehenen Zeitplan nicht halten, so dass das Vorhaben bis auf Weiteres zurückgestellt werden muss. „Die Gemeinde hat alles daran gesetzt, um schnell einen besseren Schutz der Wohngebiete zu erreichen. Ohne die Mitwirkungsbereitschaft aller Eigentümer kann das Projekt aber derzeit nicht in Angriff genommen werden“, betont Bürgermeister Peter Jahn.

Die anderen Grundstücke wolle die Gemeinde aber dennoch jetzt erwerben, da waren sich Verwaltung und Gemeinderat einig. „Wir wollen im Falle der Verfügbarkeit der restlichen Grundstücke kurzfristig handlungsfähig sein“ erklärt Bürgermeister Jahn. Dass diejenigen, die ihre Grundstücke bereits jetzt veräußern, nicht benachteiligt werden dürfen sei dabei klar. „Wertentwicklungen sind selbstverständlich in den Verträgen berücksichtigt, die Interessen sollen ausgeglichen sein“, unterstrich der Verwaltungschef.

„Die rechtliche Situation muss hingenommen werden wie sie ist, die Gemeinde hat getan was Möglich war“ erklärt der FWV-Gemeinderat Frank Obergöker.

Auch Gemeinderat Herbert Kilgus (SPD) ist sich sicher: „Gemeinderat und Verwaltung haben ihre Hausaufgaben gemacht.“

CDU-Fraktionssprecher Peter Nester bedauert die Entwicklung ebenfalls: „Es ist schade, dass es der Gemeinde hier nicht möglich ist, etwas Gutes für die Allgemeinheit zu tun.“

Quelle: Gemeinde Denkendorf

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis