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Bretten: „Mitten im kalten Winter… Feste und Bräuche in frostiger Zeit“

Pressemeldung vom 1. Dezember 2011, 14:37 Uhr

Museum im Schweizer Hof zeigt neue Sonderausstellung –
Pünktlich zum Beginn der Adventszeit wartet das Brettener Stadtmuseum im Schweizer Hof mit einer neuen Sonderausstellung auf. Unter dem Titel „Mitten im kalten Winter. Feste und Bräuche in frostiger Zeit“ präsentiert sie ein breites Spektrum zur Geschichte und zur Bedeutung traditioneller winterlicher Feste. Dunkel und frostig ist die Zeit vor und nach dem Jahreswechsel und die Tage sind nur kurz. Doch „mitten im kalten Winter“, wie es in einem alten Weihnachtslied heißt, vollzieht sich auch schon der Wechsel: ab dem 21. Dezember nimmt das Licht wieder zu, unmerklich zunächst noch, doch unaufhaltsam. Und nur wenige Tage später ist Weihnachten, das höchste Fest der Christenheit. Schon in den Wochen vor Weihnachten bringen weitere Feste Licht und Wärme in die frostige Zeit: die vier Adventssonntage, der Nikolaustag, der Barbaratag und das Fest der Heiligen Lucia. Nach Weihnachten setzt sich der Reigen der Feste, die „mitten im kalten Winter“ gefeiert werden, in rascher Folge fort: Silvester und Neujahr, Dreikönig, Maria Lichtmess und der auf altrömische Ursprünge zurückgehende Valentinstag stehen nun bald vor der Tür. Mit Fastnacht (Fasnet, Karneval) findet der Zyklus der Winterfeste seinen Abschluss. In der vorindustriellen Zeit hatten all diese Feste noch eine weitaus größere Bedeutung und Verbreitung, als heute. Sie bestimmten während der Winterzeit den Alltag und den Lebensrhytmus der Menschen. Doch immer noch werden viele von ihnen zumindest örtlich oder regional gefeiert und sind mit zahlreichen Bräuchen verbunden. Ausführlich hingewiesen wird in der Ausstellung auch auf winterliche Feste, die in Bretten und der näheren Umgebung eine besondere Rolle spielen. So sind in der Schau z.B. Exponate zum „Santa-Lucia“-Fest in Gondelsheim, zum traditionsreichen Lichtmeß-Markt in Oberderdingen und zur „Brettener Bütt“ zu sehen. Zu diesen Exponaten gehört auch ein Modell des in Oberderdingen geplanten „Lichtmess-Denkmals“, das die Flehinger Künstlerin Helga Essert-Lehn gestaltet hat. Die Ausstellung „Mitten im kalten Winter.- Feste und Bräuche in frostiger Zeit“ gibt somit einen breiten Überblick über die Feiertage und Festlichkeiten zwischen dem ersten Adventssonntag und Fastnacht und schildert ihre Entstehung und Gestaltung. Dazu konnten zahlreiche Originalexponate von Museen und privaten Sammlern aus ganz Südwestdeutschland zusammengetragen werden, darunter auch zahlreiche Weihnachtskrippen aus mehreren europäischen Ländern und aus Südamerika. Ein verbindendes Element der verschiedenen Ausstellungsbereiche ist das Motiv des Lichtes, das durch die Dunkelheit der langen Winternächte leuchtet und den Menschen Hoffnung gibt. Ein umfangreiches Begleitprogramm (u.a. mit einem Klöppel-Nachmittag, Bastelvorführungen, Schokolade-Gießen und thematischen Sonderführungen) ergänzt die vielfältige Präsentation. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, dem 24. November. Danach ist sie bis zum 26. Februar jeden Samstag, Sonntag und Feiertag (außer 25.12. und 31.12.) jeweils von 11 bis 18 Uhr im Schweizer Hof zu sehen. Gruppenführungen (ab 10 Personen) sind auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten nach telefonischer Voranmeldung möglich (Tourist-Info Bretten, Tel. 07252 / 58 37 10).

Quelle: Bürgermeisteramt Bretten

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