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Bretten: IM BRETTENER MUSEUM – NEUE SONDERAUSSTELLUNG „SCHOKOLADEN-WELTEN“

Pressemeldung vom 23. November 2010, 10:08 Uhr

Passend zur Adventszeit wartet das Brettener Museum im Schweizer Hof mit einer neuen Sonderausstellung auf. Unter dem Titel „Schokoladen-Welten“ bietet sie ab dem 25. November einen breiten Überblick über alles, was mit Kakao und Schokolade zusammenhängt. Dabei werden Themen wie der Kakao-Anbau und die Herstellungstechnik von Schokolade ebenso angesprochen, wie die Geschichte bekannter Schokoladenhersteller und die Kulturgeschichte des Schokoladenkonsums. Fast 500 Jahre ist es her, dass die Kakaobohne, der wichtigste Ausgangsstoff der Schokolade, aus dem Reich der Azteken in Mexiko nach Europa kam. Den Azteken war die braune Bohne mehr wert, als Gold und genoss eine geradezu göttliche Verehrung. Jahrhunderte hindurch war der Genuss von Schokolade in Europa auf Trinkschokolade beschränkt, feste Schokolade kam erst im 19. Jahrhundert auf. Dann aber entstanden nach und nach die großen Schokoladenmarken: Stollwerck und Suchard, Waldbaur und Sarotti, Tobler und Eszet, die mit ihren phantasievoll verpackten und verführerischen Kreationen immer wieder aufs Neue die Lust an der Schokolade weckten. Die neue Sonderausstellung „Schokoladen-Welten“ präsentiert die gesamte Bandbreite des Themas. Vom „Gold der Azteken“ geht es zur europäischen Schokoladenkultur des 16. bis 19. Jahrhunderts, zur Frage, wie aus Kakao eigentlich Schokolade entsteht und zu den vielfältigen Varianten, in denen Schokolade angeboten wird. Breiten Raum nimmt dabei das handwerkliche Gießen von Schokoladenfiguren ein. Doch nicht nur die „süße“, auch die „bittere“ Seite des Themas „Schokolade“ kommt in der Ausstellung zur Sprache: der europäische Kolonialismus und die bis heute andauernde Benachteiligung der Kakao-Bauern im Welthandel. Dazu werden Alternativen aufgezeigt, die in den vielfältigen Bemühungen um „fair trade“, um einen fairen Handel, liegen. Darstellungen zu Kakao und Schokolade in Kunst und Literatur schließen sich an. Kurzum: der Schweizer Hof verwandelt sich in ein Haus voller Schokolade. Zahlreiche Leihgeber konnten für das Projekt gewonnen werden, so z.B. das Landesmuseum für Technik und Arbeit (Mannheim), das Badische Landesmuseum (Karlsruhe), das Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg (Stuttgart), verschiedene Schokoladenhersteller und private Sammler aus mehreren Bundesländern. Aber auch auf örtliche Bestände greift die Ausstellung zurück. So werden z.B. zahlreiche Exponate aus der Sammlung Ute Hellmann (Bretten) zu sehen sein, darunter eine große Anzahl von historischen und aktuellen Schokoladen-Gießformen. Unterstützt wird die Ausstellung auch vom „Eine-Welt-Laden“ der Katholischen Pfarrgemeinde in Bretten, der im Schweizer Hof Schokoladenprodukte aus fairem Handel zeigt. Die Ausstellung „Schokoladen-Welten“ ist vom 25. November 2010 bis zum 25. April 2011 (Ostermontag) im Schweizer Hof zu sehen. Geöffnet ist sie jeden Samstag, Sonntag und Feiertag (außer 25. Dezember) jeweils von 11 bis 18 Uhr. Für Gruppen (ab 10 Personen) sind Führungen nach Voranmeldung (Tourist-Information Bretten, Tel. 07252 / 583710) auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten jederzeit möglich.

Quelle: Bürgermeisteramt Bretten

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