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Biberach: „Was macht eine gute Patenbeziehung aus?“, „Was heißt Beziehung in der Patenschaft?“

Pressemeldung vom 27. Februar 2015, 09:21 Uhr

Mit Fragestellungen rund um das Thema „Beziehungsgestaltung“ wie beispielsweise „Was macht eine gute Patenbeziehung aus?“, „Was heißt Beziehung in der Patenschaft?“ haben sich die Paten des Tandem-Pate-Schülerprogrammes der Bildungsregion Landkreis Biberach beim diesjährigen Praxistag beschäftigt. Sei es in der Kleingruppe, im Partnergespräch oder im Plenum – engagiert und lebhaft setzten sich die Teilnehmer mit dem Thema auseinander.

Sicherlich eines der zentralen Themen von Patenschaften, so Katharina Jehle, Leiterin des Tandemprogrammes des Bildungsbüros. „Denn wenn es nicht gelingt eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind aufzubauen ist eine langfristige Patenschaft nur sehr schwer zu verwirklichen“. Beim Patenprogramm des Bildungsbüros gehe es nämlich nicht nur um eine reine Lernbegleitung, sondern um die Begleitung eines jungen Menschen auf einem Stück seines Lebensweges und die Unterstützung seiner Persönlichkeitsentwicklung. Dies stehe gleichwertig neben dem schulischen Lernen.

Themen und Anregungen
Beim sechstündigen Praxistag erarbeiteten die Paten gemeinsam mit Heike Lück, langjährige Leiterin des Patenprogrammes in Böblingen, wie ein gelungerer Beziehungsaufbau zwischen Pate und Patenkind aussehen könnte und welche Vereinbarungen und Absprachen gerade in der Anfangszeit einer Patenschaft hilfreich sein können. Viele der Teilnehmer haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Struktur und den Ablauf der wöchentlichen Treffen gemeinsam mit dem Kind zu vereinbaren. Die Anregung von Lück, eine Art Patenschaftstagebuch zu führen wurde von den Anwesenden interessiert aufgenommen. Das Tagebuch könne vom Paten selbst oder auch zusammen mit dem Kind geführt werden, so Lück, und dokumentiert die gemeinsame Zeit. Gleichzeitig biete es die Gelegenheit rückblickend Aktivitäten zu besprechen und zu reflektieren.

Desweiteren setzten sich die Teilnehmer damit auseinander, wie es gelingt die Spannung in einer Patenschaft zu erhalten, die bereits über einen längeren Zeitraum besteht.

Grundlagen einer guten Patenschaft
Viel Wert legte Heike Lück bei der Durchführung des gesamten Praxistages darauf, den Paten die Gelegenheit zu geben eigene Erfahrungen einzubringen. Diese wurden von Lück mit Erfahrungen aus dem Böblinger Patenprojekt und theoretischen Inputs ergänzt. Der regelmäßige Austausch zwischen Pate und Patenkind über die gemeinsame Zusammenarbeit, gegenseitiges Feetback geben, Ziele vereinbaren, überprüfen und gegebenenfalls Kurskorrekturen vornehmen, sich immer wieder neuen realistischen Herausforderungen stellen – all dies sind wichtige Grundlagen einer guten Beziehung, die auch langfristig Bestand haben soll.

Erfahrungsaustausch als Basis für neue Ideen
„Ich nehme heute wieder viele Anregungen für die Treffen mit meinem Patenkind mit“, so eine Teilnehmerin bei der Abschlussrunde am Ende des Praxistages. Einig waren sich alle Teilnehmer über die Wichtigkeit des gegenseitigen Erfahrungsaustausches, denn als Paten sind sie nicht mit anderen Ehrenamtlichen in einer Gruppe tätig sonder betreuen ein Kind 1:1. Der Praxistag und auch die regelmäßigen Austauschtreffen ermöglichen den ehrenamtlichen Paten deshalb in zwangloser Atmosphäre persönliche Einstellungen und Herangehensweisen mit anderen zu reflektieren und neue Anregungen und Ideen mit zu nehmen. Ermöglicht wurde der diesjährige Praxistag dank einer Spende des Rotary Club Biberach an der Riß.

Anmeldung und Informationen
Interessierte an einer Tätigkeit als Patin/Pate haben können sich an Katharina Jehle, unter der Telefonnummer 07351 52-7119 oder per E-Mail an katharina.jehle@biberach.de<mailto:katharina.jehle@biberach.de>, vom Bildungsbüro Landkreis Biberach wenden. Derzeit werden vor allem noch Paten im Raum Laupheim, Ochsenhausen, Bad Buchau und Riedlingen gesucht. Näher Infos zum Programm sind unter www.biberach.de/tandem.html<http://www.biberach.de/tandem.html> zu finden.

Quelle: Landratsamt Biberach

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