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Biberach: Suchtprävention greift

Pressemeldung vom 1. Dezember 2016, 15:36 Uhr

AOK Ulm-Biberach unterstützt Suchtarbeit des Landratsamts mit 7.640 Euro
Das Landratsamt Biberach und die AOK Ulm-Biberach kooperieren seit vielen Jahren erfolgreich im Bereich der lokalen Suchtprävention. 2016 unterstützt die Gesundheitskasse diese wichtige Arbeit der kommunalen Suchtbeauftragten wieder mit 7.640 Euro. Mit dieser Summe werden nachhaltige Projekte zur Suchtvermeidung mit Zielgruppe Jugendliche finanziert. Hans-Joachim Seuferlein, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ulm-Biberach, überreichte kürzlich den symbolischen Scheck an Landrat Dr. Heiko Schmid, Sozialdezernentin Petra Alger und Heike Küfer, die kommunale Suchtbeauftragte des Landkreises.

„Die AOK – Die Gesundheitskasse arbeitet seit langer Zeit mit den Suchtbeauftragten des Landkreises eng zusammen, die sich besonders für Projekte gegen Alkoholmissbrauch engagieren. Diese Zusammenarbeit ist eine lohnenswerte Investition“, sagte Hans-Joachim Seuferlein. „Präventionsarbeit ist wichtig, damit Jugendliche sich erst gar kein Suchtverhalten antrainierten“, so Seuferlein weiter.

Im Landkreis Biberach war die Zahl der alkoholbedingten Klinikaufenthalte zuletzt rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden 223 AOK-Versicherte nach übermäßigem Alkoholkonsum in Kliniken eingeliefert, davon 57 Frauen. Das bedeutet einen Rückgang um ein Zehntel gegenüber dem „Negativ-Rekordjahr“ 2014 mit 250 Personen. „Eine erfreuliche Tendenz, die es aufrechtzuerhalten gilt, zumal die Zahl der Klinikaufenthalte aufgrund von Alkohol in Biberach sehr hoch ist“, kommentiert der stellvertretende AOK-Geschäftsführer. Als Vergleich: Im Alb-Donau-Kreis mit ähnlicher Einwohnerzahl verzeichnete die AOK 2015 74 alkoholbedingte Klinikaufenthalte. „Trotz rückläufiger Zahlen stellt der Alkoholmissbrauch in all seinen Formen nach wie vor ein gravierendes Gesundheitsproblem in unserer Gesellschaft dar“, warnt Seuferlein.

„Das Geld der AOK nehmen wir, um in der kommunalen Suchtprävention weiter zu kommen. Prävention ist eine Daueraufgabe. Da können und wollen wir nicht nachlassen. Jeder Jugendliche, der wegen zu viel Alkohol ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist einer zu viel“, betont Landrat Dr. Heiko Schmid. „Die AOK ist dabei ein wichtiger Partner und Unterstützer der kommunalen Suchprävention im Landkreis Biberach.“

Die Zahl der jugendlichen Extrem-Trinker liegt mit 36 in die Klinik eingelieferten Teenagern zwischen 15 und 19 Jahren etwas unter dem Schnitt der letzten Jahre. „Dass die Zahlen seit rückläufig sind zeigt, dass die kontinuierlichen Präventionsmaßnahmen greifen. Jugendliche trinken heute seltener Alkohol. ‚Komatrinken‘ ist etwas aus der Mode gekommen“, resümiert Seuferlein. Wichtig ist der AOK Ulm-Biberach, regionale Projekte zu unterstützen, die im Landkreis Biberach am zielgenauesten wirken und am meisten Jugendliche erreichen.

Die regionalen Zahlen der AOK Ulm-Biberach, die mehr als die Hälfte der Biberacher Bevölkerung krankenversichert, zeigen nur eine Tendenz. Schätzungen zufolge begibt sich nur jede zwanzigste Person, die sich krankenhausreif trinkt, auch in medizinische Behandlung.

Quelle: Landratsamt Biberach

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