Energiewechsel

Biberach: Nachhaltige Förderung der kommunalen Suchtprävention

Pressemeldung vom 13. November 2015, 10:36 Uhr

7.640 € der AOK unterstützen wichtige Präventionsprogramme im Landkreis Biberach

Sucht hat viele Gesichter. Neben Alkohol- und Drogenmissbrauch gehören Spielsucht, Ernährungsstörungen und Internet-Abhängigkeit dazu. Besonders verführbar sind Jugendliche, und in der Adoleszenz angeeignete Verhaltensweisen sind oft lebenslang prägend. Der Landkreis Biberach und die AOK Ulm-Biberach kooperieren daher seit Jahren erfolgreich im Bereich der lokalen Suchtprävention. Die Krankenkasse unterstützt die Arbeit der Suchtbeauftragten wieder mit 7.640 Euro, die in langfristige Suchtvermeidungsprojekte für Jugendliche fließen. Prävention ist im Bereich Alkohol-Missbrauch immer noch besonders wichtig. Im Landkreis Biberach hat die AOK im vergangenen Jahr die höchste Zahl junger Frauen, die alkoholbedingt eine Klinik aufsuchen mussten, registriert. Aber auch Erwachsene sollten ihr Trinkverhalten überprüfen.

„Für die AOK ist es wichtig, regional zu handeln und für die Menschen in und um Biberach da zu sein. In der Prävention vor Ort leistet die kommunale Suchthilfe eine unschätzbare Arbeit, die wir sehr gern mit dem maximalen Förderbetrag unterstützen. Sie sorgt dafür, dass das Geld diejenigen Projekte ermöglicht, die im Landkreis Biberach am effizientesten wirken und am meisten Jugendliche erreichen“, sagt Hans-Joachim Seuferlein, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ulm-Biberach, bei der heutigen Übergabe des Spendenschecks in Höhe von 7.640 €.

„Obwohl unsere Hauptarbeit im Landratsamt derzeit in der Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen liegt, vernachlässigen wir auch die anderen Themen nicht. Das Thema Suchtprävention ist dabei ein ganz wichtiges. Das belegen auch die Zahlen. Umso dankbarer bin ich einmal mehr der AOK Ulm-Biberach, dass sie unsere Arbeit in der Suchtprävention sowohl inhaltlich als auch finanziell mit über 7.500 Euro unterstützt“, so Landrat Dr. Heiko Schmid bei der Scheckübergabe am Donnerstag (12. November 2015) in seinem Dienstzimmer.

„Die anstehenden Silvester- und Weihnachtsfeiertage bilden die Spitzenzeiten des jährlichen Alkohol-Missbrauchs. Wir möchten erneut an die Erwachsenen appellieren, das eigene Trinkverhalten zu überprüfen und daran zu denken, dass sie für Jugendliche Vorbildfunktion haben,“ sagt Uwe Dietz, Leiter des Sozialen Dienstes bei der AOK Ulm-Biberach. Besonders Frauen holen bei Krankenhausaufenthalten aufgrund von Alkoholmissbrauch auf. Während landesweit die entsprechenden Zahlen sinken, hat die AOK im vergangenen Jahr ein Drittel mehr Frauen im Landkreis Biberach registriert, die wegen ihres Alkoholkonsums in eine Klinik eingewiesen wurden.*
Dieser Trend setzt sich bei den 15- bis 19-Jährigen bedauerlicherweise fort. „Mit 16 von der AOK registrierten weiblichen Teenagern, die alkoholbedingt in eine Klinik eingewiesen wurden, verdoppelt sich deren Zahl gegenüber dem Schnitt der Vorjahre. Damit haben wir 2014 die höchste jemals registrierte Zahl erreicht“, warnt Dietz. In der Gesamtheit hielten sich die 15- bis 19-Jährigen eher zurück. Kamen 2013 noch 38 Trinker im Teenager-Alter ins Krankenhaus, waren es 2014 32 Personen. Unter männlichen Jugendlichen wurden fast 50 Prozent weniger eingeliefert als im Vorjahr. „Ein Trend, der dank der Arbeit der Suchthilfe hoffentlich auch in den kommenden Jahren anhalten wird“, schließt Seuferlein.

Quelle: Landratsamt Biberach

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis