Energiewechsel

Biberach: Hochwasserschutz

Pressemeldung vom 29. September 2016, 15:53 Uhr

Das Landratsamt als koordinierende Behörde hat die Machbarkeitsstudie für den Hochwasserschutz entlang des Riß- und Umlachtals vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Pro Aqua Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Umwelttechnik mbH, Aachen, die bereits maßgeblich an der Erarbeitung der Hochwassergefahrenkarten in der Region mitwirkte. Die Kosten belaufen sich auf zirka 150.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich daran mit 70 Prozent. Die verbleibenden Kosten übernehmen die beteiligten Städte und Gemeinden Biberach, Eberhardzell, Ehingen, Ingoldingen, Hochdorf, Laupheim, Mittelbiberach, Schemmerhofen, Ummendorf und Warthausen.

Die Machbarkeitsstudie umfasst insbesondere eine gemeindeübergreifende Datenerhebung, hydraulische und hydrologische Untersuchungen, die Ermittlung des Schadenspotentials und eine ökologische Beurteilung. Daraus folgen eine Kostenabschätzung möglicher Hochwasserschutzmaßnahmen, eine Kosten-Nutzen-Analyse und die Festlegung des Bemessungshochwassers. Dabei werden auch die Klimaänderungen mit einbezogen. Ziel der Studie sollen dann konkrete Hochwasserschutzmaßnahmen entlang des Riß- und Umlachtals sein, die die Städte und Gemeinden in ihrer Zuständigkeit umsetzen können.

Neu hinzugekommen: Untersuchung des abfließenden Oberflächenwassers und die Gemeinde Hochdorf

Aufgrund der Erfahrungen aus den Hochwasserereignissen der letzten Monate untersucht das Büro auch die Auswirkungen von „wild abfließendes Oberflächenwasser und Starkregen“. Diese Ergänzung hat der Gemeinderat der Gemeinde Hochdorf zum Anlass genommen, sich ebenfalls an der Machbarkeitsstudie zu beteiligen. „Die Untersuchung der Auswirkungen des wild abfließenden Oberflächenwassers und die Beteiligung der Gemeinde Hochdorf waren uns wichtig“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid. „Bei der Untersuchung des wild abfließenden Hochwassers sind wir einzigartig in Baden-Württemberg. Eine Studie in dieser Form gab es noch nie. Wir sind damit auch beispielhaft für das ganze Land.“

Enge Abstimmung

Die Studie wird in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden erstellt. . Das Wasserwirtschaftsamt wird zudem fortlaufend über die einzelnen Arbeitsschritte informiert. Mit ersten konkreten Ergebnissen ist in zirka einem Jahr zu rechen. Danach entscheiden die einzelnen Städte und Gemeinde, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Auch streben sie ein gemeindeübergreifendes Vorgehen an.

Quelle: Landratsamt Biberach

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