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Biberach: Frühkindliche Bildung

Pressemeldung vom 28. Oktober 2014, 13:36 Uhr

Erzieherinnen informieren sich über neueste Entwicklungen

120 Erzieherinnen informierten sich kürzlich im Landratsamt Biberach über die neuesten Entwicklungen im Bereich Kindergesundheit und frühkindliche Bildung. Eingeladen hatten die Schulärztinnen des Kreisgesundheitsamtes, die Fachberaterinnen des Landesverbandes katholischer Kindertagestätten und die Paten des Präventionsprojektes „Sterne für Kindertageeinrichtungen“.

Gute Zusammenarbeit von Pädagogik und Medizin
Dr. Monika Spannenkrebs, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, dankte den Erzieherinnen für ihren anspruchsvollen täglichen Einsatz für die Kinder. Sie hob die vorbildliche Zusammenarbeit von Pädagogik und Medizin im Landkreis hervor. Die kommunale Suchtbeauftragte Heike Küfer und Juliane Städele von der Caritas-Region Biberach-Saulgau, die in der Suchtberatung tätig ist, warben für den neuen Präventionsstern „Suchtprävention“. Für diesen können sich Kindertageseinrichtungen in der kommenden Bewerbungsrunde erstmals bewerben. Verlässliche Strukturen und Bindungen im frühen Kindesalter vermindern das Risiko von Sucht und psychischen Erkrankungen. Für die Bereiche Bewegung, Ernährung und Zahngesundheit/Hygiene werden bereits seit 2013 „Sterne“ verliehen.

Die Fachberaterinnen des Landesverbandes katholischer Kindertagestätten Annette Pfender und Sarah Lautenbacher gaben den Erzieherinnen Hinweise zum Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten. Sie gaben viele praktische Tipps zu Abzählreimen, Vorlesen und dem Umgang mit Zahlen zur Förderung der Kinder.

Förderung der Kinder im Landkreis zeigt Erfolge
Dr. Ulrike Hart konnte Erfreuliches berichten: Die Kinder im Landkreis Biberach haben sich in den Bereichen Sprache, Mathematik und Visuomotorik parallel zum landkreisweiten Ausbau der Förderung deutlich verbessert. Auf Landesebene finden sich keine vergleichbaren Trends. Mathematikförderung setzt das Risiko im Bereich Mathematik und Sprache aufzufallen herab. Es gibt Hinweise auf Vorteile der am Lehrplan orientierten Förderung in der Kleingruppe. Kinder, die singen sind in vielen Bereichen weiter entwickelt als nicht singende Kinder. Allerdings fallen Jungen in fast allen Entwicklungsfeldern häufiger auf. Die Ergebnisse konnten in der Pause diskutiert werden.

An Informationsständen ermutigten Experten die Erzieherinnen die Kindertageseinrichtungen gesundheitsförderlich zu gestalten und sich um „Sterne“ zu bewerben. Die Landesakademie Ochsenhausen informierte zum Projekt „Singen ist Kinderleicht“. Zuletzt beantwortete Dr. Helga Lieser-Mack praktische Fragen. Wie ein roter Faden lief durch den Nachmittag die Botschaft: Der engagierte Einsatz für eine gelingende frühe Kindheit ist eine großartige und wichtige Aufgabe.

Quelle: Landratsamt Biberach

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