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Biberach: Flurneuordnung informiert über Besitzübergang

Pressemeldung vom 1. August 2016, 14:23 Uhr

Im Jahr 2017 sollen in Uttenweiler neue Grundstücke bewirtschaftet werden. Dazu erläuterte Christian Helfert vom Flurneuordnungsamt in einer gut besuchten Bürgerversammlung den Besitzübergang. Aktuell steht in der Flurneuordnung Uttenweiler (B 312) der wichtige Abschnitt „Besitzeinweisung in die neuen Grundstücke“ bevor. Dazu müssen die neuen Grenzen in die Örtlichkeit übertragen und für alle Betroffenen sichtbar gemacht werden. „Sie erkennen die neuen Grenzen an einer Grenzfurche, die im Herbst mit einem Einscharpflug gezogen wird“, erklärte Helfert. Rund 80 interessierte Verpächter und Bewirtschafter stellten Fragen zu Grünlandeinsaat, Pachtverträgen, Grenzmarken, alten Grenzfurchen, Nassstellen und Dränagen.

Paul Bösch, Vorsitzender des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft, regte an bei der Nutzung der neuen Grundstücke die bestehenden Wasser- und Bodenverbände wieder zu reaktivieren. Nur so kann dauerhaft eine optimale Nutzbarkeit der landwirtschaftlichen Flächen sichergestellt werden. Gerd Romer vom Landwirtschaftsamt erläuterte das Prämien- und EU-Recht sowie den Stichtag des Gemeinsamen Antrags, Cross Compliance Verpflichtungen und die Vereinfachungen bei der kommenden Antragstellung.

Mit 1.100 Hektar ist die Flurneuordnung Uttenweiler (B 312) das größte landwirtschaftliche Bodenordnungsverfahren im Landkreis Biberach. Rund 250 Grundstückseigentümer sind daran beteiligt. Ursache des Projektes war der Bau der Ortsumfahrung Uttenweiler. Die Kosten für den Straßenbau und einen Anteil an den Neuordnungskosten der Flurneuordnung trägt die Bundesrepublik Deutschland. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Feldwege durch die Teilnehmergemeinschaft neu trassiert und ausgebaut. Mit der Einweisung in den Besitz und der Nutzung der neuen Grundstücke ist die Neuordnung auf Gemarkung Uttenweiler im Wesentlichen abgeschlossen. Rechtliche Regelungen, die Anlage von Ausgleichsflächen und Erholungsmaßnahmen sind die letzten Meilensteine dieses Großprojektes.

Quelle: Landratsamt Biberach

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