Energiewechsel

Backnang: Klaviermusik an zwei Klavieren – Eine Nachlese

Pressemeldung vom 17. November 2015, 10:47 Uhr

In der Reihe der Bandhauskonzerte der Jugendmusik- und Kunstschule Backnang spielten Heidrun Brauer und ihr Klavierlehrer Miklós Vajna im Konzertsaal Werke für zwei Klaviere. Brauer, die seit einiger Zeit im Rahmen der musikalischen Ausbildung für Erwachsene Klavierunterricht an der Jugendmusikschule erhält, betonte in ihrer Begrüßungsrede, wie wichtig es ist, im Alter geistige Herausforderungen – in ihrem Fall das Klavierspiel – zu suchen und anzunehmen. Neben der Freude am Musizieren und dem Stolz auf Erreichtes sind die positiven Veränderungen durch das tägliche Gehirntraining ein erfreulicher Nebeneffekt.
Auf dem Programm standen die Sonate in G-Dur von Johann Christian Bach, mit präzise perlenden Läufen in Terzen und Sexten und in Stimmung und Charakter an Wolfgang Amadeus Mozart erinnernd, dann das mitreißende und sehr virtuos gespielte Rondo C-Dur von Frédéric Chopin, gefolgt von der Nussknackersuite von Piotr Iljitsch Tschaikowski in einer Bearbeitung, die die ganze Bandbreite der Orchesterklangfarbenvielfalt adäquat auf die beiden Klavier übertrug.
Heidrun Brauer und Miklós Vajna harmonieren hervorragend und sind auf der gleichen musikalischen Wellenlänge. Die beiden Instrumente führen gleichberechtigte Dialoge, Steigerungen und Zurücknahmen sind synchron gefühlt und gestaltet, Temporückungen werden gemeinsam empfunden. Die Spielfreude ist groß, der Spaß am Spiel miteinander immens, was zur Folge hat, dass einige Male die addierte Klangentwicklung beider Instrumente für den doch recht kleinen Konzertsaal fast zu massig wird. Brauer spielte zusätzlich noch zwei Solostücke: das Fantasie Impromptu von Frédéric Chopin und die Aufforderung zum Tanz von Carl Maria von Weber. Quasi als Rausschmeißer beendete die im rasanten Tempo gespielte Tarantella von Dmitri Schostakovich das Programm. Das Publikum, in dem erfreulicherweise auch einige Kinder waren, war begeistert und dankte mit kräftigem Applaus.

Quelle: Stadt Backnang

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