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Backnang: Kita Projekt – Mit allen Sinnen die Welt entdecken

Pressemeldung vom 13. Juli 2016, 13:16 Uhr

Die Projektzeit in den Kindergärten Stubener und Schladminger Weg hat einen festen Platz im Jahresplan. Stehen bedingt durch die Aufnahme neuer Kinder zu Beginn die sozialen und emotionalen Themen im Vordergrund, die im Bildungsfeld „Gefühl und Mitgefühl“ des baden-württembergischen Orientierungsplan für Kitas verankert sind, so können sich die älteren Kinder zwischen Februar und Juli der Welt außerhalb der Kita öffnen. In diesem Jahr gab das Gespräch mit Jürgen Österle von der Verkehrswacht Rems-Murr-Kreis Ausschlag für das Projektthema „Mit allen Sinnen die Welt entdecken“. Jürgen Österle berichtete von zunehmenden Unfällen mit Kindern im Straßenverkehr, verursacht durch fehlende Wahrnehmung, mangelnde Konzentration und motorische Unsicherheiten. Die Bildungsfelder „Körper“ und „Sinne“ waren somit Grundlage für die pädagogische Planung. Ausgehend von der Wahrnehmung des eigenen Körpers, der Benennung der Sinnesorgane und dem Erwerben von Wissen über deren Funktion, gab es ein halbes Jahr Aktivitäten in und außerhalb der Stammgruppe. Die Projektarbeit unterscheidet sich von einer allgemeinen Planungseinheit darin, dass alle Beteiligten am Prozess partizipieren können. Die Fachkräfte bringen sich mit ihren Fähigkeiten in das Projekt ein und die Kinder entscheiden mit ihren Wunschsteinen, wo der Schwerpunkt liegen soll. Ein weiteres Ziel der Methode ist, dass die Kinder mit Lebenssituationen konfrontiert werden, in denen sie für ihre Entwicklung wichtige Erfahrungen sammeln und mit Menschen außerhalb der Kindertageseinrichtung in Kontakt kommen können. In diesem Jahr gab es eine Kooperation mit der Ballschule der TSG zur Förderung der motorischen Fähigkeiten und der Ausdauer, Exkursionen zu Optik Jaudes, in die Natur und in die Stiftskirche zum Kantor Hans-Joachim Renz, bei dem die Kinder dem Klang der Orgelpfeifen lauschen und sie selbst erklingen lassen konnten. In einer Gruppe wurde aus Erdbeeren Marmelade gekocht, der Duft zog durch das ganze Haus und machte die Arbeit der Kinder für alle sinnlich erlebbar. Einen Vormittag verbrachten die ältesten Kinder in der Berufsschulstufe der Paulinenpflege in Winnenden. An diesem Vormittag gingen die Kinder der Frage nach, wie kann man sich mit anderen Menschen unterhalten, wenn man nicht hören und sprechen kann? Abschließend gab es einen Nachmittag für die jüngeren Kinder in denen der mobile Bauernhof „Die kleine Schweineschule“ zu Besuch war und die Kinder einen sinnlichen Einblick in die Landwirtschaft erhielten. Es wurden Ferkel gestreichelt, Heuballen gebunden und Hafer zu Haferflocken gequetscht. Über die gesamte Zeit hatten die Kinder die Möglichkeit für ihr jetziges und künftiges Leben mit allen Sinnen Kompetenzen zu erwerben.

Quelle: Stadt Backnang

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