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Backnang: Fahrstuhlschacht des Bandhauses mit Kunstwerk von Saskia Schultz

Pressemeldung vom 2. August 2012, 16:21 Uhr

Wer in den letzten Tagen an der Hofseite des Bandhauses vorbeigekommen ist und einen Blick auf den immer noch eingerüsteten Fahrstuhlschacht geworfen hat, konnte schon erahnen, dass hier etwas unerwartetes Neues entsteht. Zahlreiche Mitarbeiter der Firma Werbewerk, die eine große Papierschablone zusammenzufügen hatten, und der Stuckateur-Firma Pfeil haben sich an dem Schacht einer außergewöhnlichen Herausforderung gestellt und sind gemeinsam an die Grenzen des technisch Möglichen gegangen. Gestern wurde das Gerüst abgebaut, pünktlich zum Markgrafenfest. Der Blick ist frei auf ein etwa 100 Quadratmeter großes Wandbild, das sich auf alle drei sichtbaren Seiten des Fahrstuhls ausbreitet. Entworfen hat es die Künstlerin Saskia Schultz, die den Backnangern gut bekannt sein dürfte durch ihre Ausstellung im Winter 2008/2009 in der benachbarten Galerie der Stadt Backnang. Damals hatte sie Scherenschnitte an allen Fenstern des Gebäudes, einschließlich der großen Chorfenster angebracht, die bei beleuchteten Fenstern das Haus wie eine große Laterne wirken ließ. Das Echo war groß, und viele Leute hatten damals gefragt, ob es nicht möglich sei, dieses außergewöhnliche Kunstprojekt für Backnang erhalten zu können. Dass Saskia Schultz nun den Fahrstuhlschacht gestalten konnte, kann man auch als die späte Einlösung dieses Bedürfnisses sehen, als Nachhall auf die Ausstellung in der Galerie. Wer heute den Fahrstuhl vom gotischen Chor der ehemaligen Michaelskirche aus sieht, der heute Teil der Galerie ist, wird sich sofort an die Scherenschnitte in den Chorfenstern erinnern. Die Idee für die Gestaltung des Aufzugsturms ist entstanden, als die städtische Bauverwaltung vor einem Jahr zusammen mit dem Kultur- und Sportamt als künftigem Nutzer nach einer günstigen, aber ansehnlichen Lösung für den Schacht suchte. Saskia Schultz, die in diesem Jahr auch den begehrten Hollenberg-Preis für Druckgraphik bekommt, hat bei der Gestaltung sehr darauf geachtet, den richtigen Kontrast zwischen den beiden Farben zu wählen. Es sollte ein sehr zarter Kontrast sein, der die Motive gerade noch sichtbar macht, aber nicht aufdringlich wird. Die figürlichen, in ein feingliedriges florales Muster eingebundenen Motive spielen auf die Geschichte des Hauses wie auch auf seine heutigen Nutzungen an: Barocke Elemente, Musik, Schauspiel und vieles mehr. Wer sich ein wenig Zeit nimmt, kann vieles entdecken und reichhaltige Bezüge herstellen. Zur offiziellen Einweihung dieses neuen Glanzpunktes am Markgrafenhof zusammen mit der Künstlerin am Freitag, 21. September, um 19 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingaladen. Gleich im Anschluss, eine Stunde später, findet dann die Ausstellungseröffnung von Guillaume Bruère in der städtischen Galerie nebenan statt.

Quelle: Stadt Backnang

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