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Aalen: Zuwachs durch Migration: Aalen wächst und wird internationaler

Pressemeldung vom 15. Juni 2016, 15:13 Uhr

Aalen boomt nicht nur in städtebaulicher Hinsicht, sondern auch bei der Einwohnerzahl geht die Kurve steil nach oben. „Wir schaffen bald die 70.000 Marke“, prognostizierte Oberbürgermeister Thilo Rentschler anlässlich der neuen Statistikstatistik für die Stadt Aalen. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2016 hat die Einwohnerzahl um fast 400 Personen zugenommen, damit zählt Aalen Anfang des Monats Juni 66.805 Einwohner. Noch vor acht Jahren lag diese Zahl um einiges niedriger, bei 66.146 Personen. Doch seit März 2011 nimmt die Einwohnerzahl kontinuierlich zu.

Woher kommt die Zunahme bei der Bevölkerungszahl, die besonders in der Altersgruppe 18 bis 35 Jahre hoch ist. Eine der Ursache ist die Zunahme bei den Wanderungsbewegungen, das heißt bei der Zahl der Zuzüge nach Aalen. Die Stadt hat deutliche Zuwächse zu verzeichnen, denn es ziehen seit 2011 weniger Menschen weg, als zuziehen. Wie bei anderen Kommunen auch ist der entscheidende Faktor bei den Zuwächsen die in den vergangenen Jahren gestiegene Zahl der Zuwanderer aus dem europäischen Ausland. Auch in Aalen bestätigt sich der landesweite Trend, der das Plus bei der Einwohnerzahl insbesondere durch den Zuzug von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit verorten kann. Seit 2011 hat die ausländische Bevölkerung in Aalen um etwa 1.700 Personen zugenommen.

Starker Wirtschaftsstandort Aalen

Diese Zahl spricht auch für die große Attraktivität des Wirtschafts- und Studienstandorts Aalen. Die Zuwanderer finden in Aalen ideale Voraussetzungen für Studium und Arbeit vor. Die positive Entwicklung der Hochschule und deren Renommee im Ausland sorgen für einen Zustrom an ausländischen Studierenden, die während der Dauer ihres Studiums in Aalen wohnen und leben.

Die intensive Wohnbauförderung in Aalen und den Teilorten wird, davon ist Oberbürgermeister Thilo Rentschler überzeugt, die noch fehlenden 3.000 Einwohner bis zur 70.000-Grenze nach Aalen holen. „Wir wollen gemeinsam mit der städtischen Wohnungsbau im Rahmen unserer Wohnbauoffensive in den nächsten acht Jahren ein 100-Millionen-Euro – Paket umsetzten, damit können wir den dringend benötigten Wohnraum schaffen“, erläuterte er eine wichtige Maßnahme einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Denn mehr Wohnraum bedeute auch mehr Einwohner. Auch die privaten Bauträger seien hier gefordert, denn nur mit deren voller Unterstützung gelänge es, bezahlbaren Wohnraum in ausreichender Menge bereitzustellen, betont der OB. Die Dezernenten rechnen mit einem Zuwachs von mindestens 2000 Menschen allein in der Kernstadt. Dazu kommen noch 500 -700 in Wasseralfingen, 150 – 200 in Unterkochen und 200 in Unterrombach. In den weiteren Teilorten werden zwischen 50 – 100 Einwohner erwartet. Möglich wird dies durch die zahlreichen Wohnbauprojekte, wie beispielsweise das Stadtoval, das Quartier am Stadtgarten, das Grünbaumareal, die Maiergasse in Wasseralfingen, die Neue Mitte Dewangen und der Unterkochener Hungerbühl.

Als zusätzlichen Anreiz für den deutlichen Aufwärtstrend bei der Bevölkerungszahl ist der Zuwachs der zu erwartenden neuen Arbeitsplätze in den kommenden Jahrzehnten zu nennen. Auch in diesem Sektor investiert die Stadt in die Weiterentwicklung vorhandener und potentieller Gewerbeflächen.

Aalen ist Bildungsstadt

Aber nicht nur eine aktive Wohnbaupolitik und eine Förderung der Gewerbeansiedelung durch eine Stadt ist ein wesentlicher Faktor für ein deutliches Plus bei der Einwohnerzahl. Insbesondere ein gutes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen und ein umfassendes Schulangebot sind ein wichtiges Kriterium für mehr Zuzug von außen. „Wir sind eine Bildungsstadt“, erläutert Rentschler die Planungen der Stadt und erinnert an das umfangreiche Schulbausanierungsprogramm, das auf seine Initiative vergangenes Jahr gestartet wurde. Nach Abschluss dieses Investitionspakets bis in fünf Jahren dürften rund 50 Millionen Euro in die Infrastruktur der städtischen Schulgebäude investiert worden sein.

Der aktuelle Kinderbetreuungsplan der Stadt AKITA+ hat auf Grundlage der neuen Bevölkerungsprognose eine Aufstockung der Betreuungsplätze ermittelt. Hier wird die Stadt höchst flexibel in Kürze das bestehende Angebot ausweiten. „Unserem Anspruch einer familienfreundlichen Stadt werden wir nur dann gerecht, wenn wir stets die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Auge haben.“ Rund 10 Mio Euro will die Stadt in die Verbesserung der Infrastruktur bei der Kinderbetreuung investieren.

Vergleich zu Städten der Region

Bereits heute ist Aalen die einwohnerstärkste Stadt in der Region Ostwürttemberg. Die Stadt Heidenheim hatte zum 30.9.2015 47.924, Schwäbisch Gmünd knackt in diesen Tagen die 60.000 Marke. Im Verbund mit den umliegenden Gemeinden, ist Aalen das Zentrum eines Nerzwerkes aus attraktiven Unternehmensstandorten, Wissenszentren und Kulturangeboten. Mit dem Ziel einer stärkeren Verflechtung hat die Stadt Aalen den Wirtschaftsraum „Aalen plus“ ins Leben gerufen. Dadurch sollen der interkommunale Austausch gestärkt und die gesamte Raumschaft von den Synergieeffekten profitieren. „Aalen möchte weiterhin der Motor auch für die Gemeinden rund um unser Stadtgebiet sein“, erläutert der OB. „Mit der Bündelung unserer Kräfte können wir sowohl auf der politischen Ebene als auch im wirtschaftlichen Sektor unsere Schlagkraft ganz enorm erhöhen.“

Quelle: Presseamt der Stadt Aalen

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