Energiewechsel

Aalen: UNESCO zeichnet Aalener Dekade-Projekte aus

Pressemeldung vom 31. Oktober 2013, 08:54 Uhr

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Kommunen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ sind zu ihrem jährlichen Arbeitstreffen in Aalen zusammengekommen. Im Rahmen der Tagung hat die deutschen UNESCO-Kommission zwei Projekte der Aalener Lokalen Agenda 21 ausgezeichnet. In Vertretung des erkrankten Vorsitzenden der UN-Dekade, Prof. Dr. Gerhard de Haan, überreichte der Vorsitzende des Arbeitskreises „Kommunen und BNE“, Jürgen Forkel-Schubert, Urkunden und Fahnen an den Interkulturellen Garten Aalen und das Projekt: Aalen nachhaltig(er)Leben – erlebnisorientierte BNE der Stadt Aalen und ihrer Projektpartner.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler begrüßte die Mitglieder des Arbeitskreises mit einem Blick in die Geschichte: bereits vor 40 Jahren habe die im Auftrag des Club of Rome erstellte Studie „Grenzen des Wachstums“ den Begriff Nachhaltigkeit definiert. Weitere Aspekte hätten 1978 Frederic Vester mit dem Systemansatz des „vernetzten Denkens“ und 1993 Hermann Scheer mit seinen Zielen und Visionen der „Sonnenstrategie“ hinzugefügt. „Der Blick in die Geschichte zeigt, es braucht Geduld, Penetranz und Prioritäten, es braucht Menschen wie Sie, die die Themen voranbringen im Großen wie im Kleinen“ sagte Rentschler in Richtung der Dekade-Städte.

Der Sprecher des Arbeitskreises, Forkel-Schubert würdigte die Preisträger der Aalener Agendagruppen und überreichte die Auszeichnungen.
Der Interkulturelle Garten Aalen ist im Rahmen der „Kulturküche Aalen e.V.“ entstanden und ist Teil der städtischen Lokalen Agenda 21. Der Garten wird von 18 Familien aus unterschiedlichen Kulturkreisen ökologisch bewirtschaftet. Nachhaltigkeit stellt in dem handlungsorientierten Konzept ein Querschnittsthema dar. Der Garten ist zu einem das Stadtteil prägenden Bestandteil geworden, der die soziale Nachhaltigkeit lebendig werden lässt. In wöchentlichen Bildungseinheiten wird im Interkulturellen Garten z.B. auf Klima- und Bodenbedingungen in ihren Heimatländern eingegangen, wo oftmals biologisches Gärtnern und nachhaltiges Leben nicht möglich ist. Besonders gefiel dem Laudator das neueste Bildungsprojekt im Garten, eine Imkerei. In regelmäßigen Treffs mit den Gärtnerinnen und Gärtnern werde die Bedeutung der Bienen für das menschliche Leben und das Ökosystem vermittelt.
Bereits zum dritten Mal wurde das Projekt „Aalen nachhaltig(er)leben “ ausgezeichnet. Die Lokale Agenda 21 hat 2008 ihr 10-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, in einer breit angelegten Veranstaltungsreihe Ziele und Ergebnisse der Nachhaltigen Entwicklung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In Kooperation zwischen Agendarat, Agendabüro und Hochschule wurde eine Konzeption mit zwei Komponenten entwickelt, indem unter dem Motto Nachhaltigkeit erleben in Aalen die Aktivitäten und Ergebnisse der Lokalen Agenda 21 der Öffentlichkeit vorgestellt werden und Vorbilder und Handreichungen für eine nachhaltige Lebensweise der Bürger zur Verfügung gestellt werden. Seither wurden diese Aktivitäten ständig verstetigt und ausgeweitet. Beispiele für Veranstaltungen sind Programmkino , Infotage Energie, Tage der Region, Projekttage , Kulturküche, Exkursionen sowie Vorträge und Vortragsreihen im Rahmen von Agenda -Veranstaltungen und dem Studium Generale.

Quelle: Presseamt der Stadt Aalen

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