Energiewechsel

Aalen: Schulgipfel mit Kultusminister Stoch und Oberbürgermeister Rentschler

Pressemeldung vom 9. Juli 2014, 16:35 Uhr

Dynamik in Aalens Schulpolitik auf Landesebene sichtbar

Zum ersten Aalener Schulgipfel begrüßte Oberbürgermeister Thilo Rentschler nicht nur die Rektorinnen und Rektoren der Aalener Schulen, Elternvertreter- und vertreterinnen und Stadträte und -rätinnen, sondern auch Kultusminister Andreas Stoch (MdL) und den Schuldezernent des Städtetags Baden-Württemberg, Norbert Brugger. Kultusminister Andreas Stoch eröffnete den konstruktiven Dialog mit einem Impulsvortrag und zeigte dabei die Eckpunkte der Schulpolitik der Landesregierung auf.
Norbert Brugger vergab an den Aalener Schulentwicklungsprozess die Güteklasse AA und betonte, Aalen habe die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt. Wie notwendig die Entwicklung ist, wurde durch den Beitrag des Schulbürgermeisters Wolf-Dietrich Fehrenbacher deutlich, der die aktuelle Situation der Schulen im Umland aufzeigte. Die Zwischenergebnisse aus den Teilprojektgruppen zur Aalener Schulentwicklungsplanung wurden präsentiert.

„Bildung ist das Premiumthema in unserer Stadt“ betonte Thilo Rentschler bei seiner Begrüßung der rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Alle Ergebnisse und Impulse des Fachtages würden Berücksichtigung bei der Aalener Schulentwicklung finden. Der Schulentwicklungsplan der Stadt Aalen aus dem Jahr 2007 bedürfe dringend der Fortschreibung und eine Anpassung an die neuen landespolitischen Zielsetzungen.
Um einen breiten Konsens zu erhalten, sei von Beginn an eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus Politik, dem staatlichen Schulamt und Vertretern der Schulen eingerichtet worden.
„Durch den demografischen Wandel und den damit einhergehenden rückläufigen Schülerzahlen sind die Städte zum Handeln gezwungen“, erklärte Rentschler. Das Aalener Schulangebot müsse sich richtungsweisend für die kommenden Herausforderungen aufstellen und gleichzeitig auf Änderungen reagieren.
Ebenso wie Kultusminister Stoch verwies auch der Oberbürgermeister auf die stark rückläufigen Schülerzahlen, nicht nur in Aalen. Im Gegensatz zu kleineren Kommunen gelänge es in Aalen, die sechs großen Schulzentren zu erhalten und zukunftsfähig aufzustellen, berichtete Rentschler. Hier sieht er auch eine Verantwortung der Stadt Aalen für die umliegenden Nachbarorte. Alle Aalener Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, jeden Bildungsabschluss wohnortsnah ablegen zu können.

Resümee der Landesebene zum Aalener Schulentwicklungsprozess
Kultusminister Andreas Stoch würdigte die Zwischenergebnisse. Durch die Veränderungen der Schullandschaft müssten sich vor Ort die Schulen weiter entwickeln. Maßgeblich aufgefordert seien die weiterführenden Schulen. Mit den Anträgen auf der Gemeinschaftsschule und einen Schulverbund seien die Weichen für eine gute künftige Struktur gestellt.
Städtetagsdezernent Norbert Brugger lobte die Stadt Aalen für ihr landesweit einzigartiges und vorbildliches Vorgehen, insbesondere bei der Ganztagsgrundschulen.
Der starke Einbruch bei den Schülerzahlen mache eine andere Schulstruktur notwendig. Brugger erwartet den größten Umbruch in der Schullandschaft seit Bestehen des Landes Baden-Württemberg. Das Gymnasium werde bleiben, daneben die „2. Säule“ als Klammer für alle weiterführenden Schulabschlüsse neben dem Abitur.

Ergebnisse der Teilprojektgruppen zur Aalener Schulentwicklungsplanung
Michael Weiler, geschäftsführender Schulleiter und Rektor am Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen, stellte die Leitziele zur Aalener Schulpolitik vor.
In Aalen sollen alle 14 Grundschulstandorte mit Grundschulen erhalten bleiben, das Angebot an Ganztagsgrundschulen soll ausgebaut werden. Sechs Schulzentren sollen das weiterführende Schulangebot abdecken.
Michael Felgenhauer, städtischer Integrationsbeauftragter, stellte im Rahmen der Projektgruppe „Übergang Schule zu Beruf“ das Aalener Modell „Azubi statt ungelernt“ vor und wünschte sich eine stärkere Bündelung aller bereits angebotenen Maßnahmen im Ostalbkreis.
Ulrike Graf, Leiterin der städtischen Gebäudewirtschaft, schilderte das ambitionierte Sanierungsprogramm der Stadt Aalen, welches vorbehaltlich der Beschlussfassung des Gemeinderates im Zeitraum von drei Jahren ab 2015 rund 6 Mio. Euro zusätzliche Mittel für Instandsetzungen benötigen wird.
Rektor Karl Frank, ebenfalls geschäftsführender Schulleiter von der Schillerschule schilderte das Umsetzungskonzept für die Realisierung der „2. Säule“ für die Aalener Schulen.
Johanna Gärtner, Leiterin des Amtes für Soziales, Jugend und Familie berichtete von der aktuell mit Hochdruck vorangetriebenen Umsetzung des Betreuungsangebots der Ganztagsgrundschulen in Aalen.

Die anschließende Diskussion ergab nochmals wichtige Impulse und Anregungen. Abschließend dankte Oberbürgermeister Rentschler allen Anwesenden und den Mitgliedern der Steuerungsgruppe, die hier Vorbildliches geleistet haben.
Die Umgestaltung der Schullandschaft sei nicht nur ein Verwaltungsprozess, sondern müsse alle Beteiligten anhören und gemeinsam Wege aufzeigen, um die beste Lösung für die Aalener Schülerinnen und Schüler zu finden.

Quelle: Presseamt der Stadt Aalen

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis