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Aalen: Neuer Waldcampus für eine attraktive Hochschulstadt Aalen

Pressemeldung vom 1. April 2015, 14:05 Uhr

Gemeinderat stimmt einstimmig für Entwurf des Stuttgarter Planungsbüros Mahler, Günster Fuchs

Der Gemeinderat der Stadt Aalen fasste in seiner Sitzung am Donnerstag, 19. März einen wichtigen und zukunftsweisenden Beschluß zur weiteren Stärkung des Hochschulstandorts Aalen. Für den Studien- und Lehrbetrieb an der Hochschule sollen auch in Zukunft ideale Bedingungen geschaffen werden. Der Waldcampus-Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Mahler Günster Fuchs (MGF) wurde aus vier Vorschlägen ausgewählt und soll nun baldmöglichst zur Ausführung kommen. Darin waren sich alle Fraktionen und die Verwaltungsspitze einig. Bauen wird das Land, Oberbürgermeister Rentschler rechnet mit einem Baubeginn 2017.

Der städtebauliche Wettbewerb zur möglichen Gestaltung des neuen Waldcampus war von der Hochschule angeregt und von der Stadt in „Rekordzeit“ umgesetzt worden, wie Oberbürgermeister Rentschler berichtete.

Die Stadt müsse sich sputen, um in den Doppelhaushalt des Landes 2017/2018 mit einem fertigen Bauentwurf für den neuen Waldcampus zu kommen, um so die erforderlichen Mittel für die Hochschul-Finanzierung zu erhalten.

Vorgaben für den Wettbewerb

Auf dem Waldcampus sollen in mehreren Bauabschnitten ein dringend benötigtes Fakultätsgebäude, eine Mensa, eine Kindertagesstätte und ein Institutsgebäude entstehen, unter Berücksichtigung des dort vorhandenen alten Eichenbestandes. „Wir haben das eng mit dem Staatsforst abgestimmt, der notwendige Eingriff in den Waldbestand soll sensibel und ressourcenschonend passieren“, stellte Rentschler klar.

Als einziges Büro schafften es die Stuttgarter Planer Mahler Günster Fuchs (MGF) die neuen Gebäude harmonisch in die vorhandene Topografie einzubauen, die Flächenvorgaben zu erfüllen und eine abschnittsweise Realisierung zu ermöglichen. Die Planer verzichten auf den Bau eines weiteren Parkhauses und denken an eine Ausweisung von Parkflächen in den Untergeschossen der Campusgebäude.

Verfahren für den Wettbewerb

„Gemeinsam mit Vermögen und Bau haben wir einen städtebaulichen Ideewettbewerb ausgelobt und insgesamt vier renommierte Planungsbüros beauftragt, eine Hochbau-Ausgestaltung war noch nicht gefragt“, führtr der OB aus.

Eine Auswahlkommission sichtete die vorgelegten Entwürfe. Unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Thilo Rentschler entschied sich die Kommission, der Vertreter der Stadt, des Landes und der Hochschule angehörten, für den Entwurf des Stuttgarter Büros Mahler Günster Fuchs, der als einziger Entwurf in der Gebäudeausrichtung den Bezug zum bestehenden Behnischbau aufnehme.

Weitere positive Kriterien für die Auswahl dieses Entwurfs war die flächensparende Umsetzung des vorgegebenen Raumprogrammes in drei Kuben, die vor allem abschnittsweise gebaut werden könnten. Die Planer gewinnen die benötigten Flächen durch die angestrebte Höhe der Gebäude. „Dieses Büro ist mit der Örtlichkeit bestens vertraut, da sie die neue Aula und die Gebäude auf dem Burren geplant haben“, erläuterte der Oberbürgermeister.

Der Entwurf fand auch die breite Zustimmung fast aller Fraktionen im Gemeinderat. Die Räte stimmten mit dem Urteil der Auswahlkommission überein.

Masterplan Hochschule

Der von der Stadt in Kooperation mit der Hochschule und dem Landkreis ausgearbeitete Masterplan sieht eine Verschmelzung der beiden Campusstandorte Beethovenstraße und Burren zu einem zentralen Waldcampus vor. Dort sollen Hochschuleinrichtungen für Studierende, Lehr- und Verwaltungspersonal zentralisiert werden. „Derzeit haben wir 5.700 Studierende, aber wir schaffen mit dieser nachhaltigen Investition eine Infrastruktur für bis zu 7000 Studierende“, ist der OB überzeugt. Insgesamt werden für die Umsetzung des Masterplanes Hochschule in den kommenden zehn bis 20 Jahren am Hochschulstandort Aalen rund 50 Mio € investiert werden, wie Oberbürgermeister Rentschler betont. Dabei sind alle Finanziers berücksichtigt, neben dem Land ist auch der Bund für die Einrichtung der Forschungsein-richtung ZiMATE gefragt. Darüberhinaus ist geplant die neue Mensa mit Hilfe des Studentenwerk Ulm zu finanzieren und zu betreiben. „Dazu kommen noch die Forschungsflächen an der Rombacher Straße, auch dort werden zweistellige Millionenbeträge investiert werden“, erinnert der Oberbürgemeister.

Quelle: Presseamt der Stadt Aalen

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