Energiewechsel

Aalen: Folgen der EEG-Novelle für den Wirtschaftsstandort

Pressemeldung vom 10. März 2014, 13:25 Uhr

Die Energiewende ist richtig und wichtig. Und auch die EEG-Reform ist in diesem Zusammenhang und mit Blick auf die Kritik der EU-Kommission dringend erforderlich. Den Ansatz, die Industrie zugunsten der Verbraucher stärker an den Kosten des ökologischen Ausbaus der Stromversorgung zu beteiligen, teile ich im Grundsatz.

Dennoch erlauben Sie mir, dass ich Ihnen als Oberbürgermeister und SPD-Mitglied einer 67.000 Einwohner zählenden Industriestadt die Bedenken unserer Unternehmen antrage und auf die Folgen für unseren Industriestandort hinweise.

Die Papierfabrik Palm mit Stammsitz in Aalen- Unterkochen besitzt zwei weitere Standorte in Bayern und in Rheinland-Pfalz. An allen Standorten hat das Unternehmen Kraftwerke auf Erdgasbasis in Betrieb, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten.

Die Energiekosten betragen 25 % der Gesamtkosten. Auf der Basis der um 1 Cent/kWh gestiegenen Umlage des Jahres 2014 bedeutet die EEG-Novelle für Palm 10 Mio Euro Mehrkosten pro Jahr, die, so die Befürchtung, für alle Standorte bis auf 50 Mio Euro ansteigen könnten.

Damit würde Palm die Wettbewerbsfähigkeit mit anderen europäischen Papierfabriken verlieren. Im Vertrauen auf den Bestandsschutz haben Unternehmen wie Palm in firmeneigene Kraftwerke für die Eigenstromerzeugung investiert. Dies nachträglich zu ändern, erschüttert das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik.

Die Papierfabrik Palm ist für die Stadt Aalen und die Region ein prägendes und sehr bedeutendes Unternehmen, das mit insgesamt 3000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro generiert. Am Standort Aalen-Unterkochen sind Investitionen von ca. 500 Millionen Euro in Planung und derzeit im Status der Abstimmung mit der Stadt Aalen.

Quelle: Presseamt der Stadt Aalen

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