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Aalen: Das 34. Agenda-Parlament stand ganz im Zeichen der Bürgerbeteiligung

Pressemeldung vom 6. Mai 2015, 09:18 Uhr

Schon in seiner Begrüßung betonte Oberbürgermeister Rentschler die Wichtigkeit von Bürgerbeteiligung. Neben der wichtigen Arbeit der vielen Ortschafts- und Gemeinderäte sei für ihn die lokale Agenda 21 ein gutes Beispiel gelungenen bürgerschaftlichen Engagements. „Sie sind nicht immer gegen etwas, sondern für etwas – nämlich die zukunftsorientierten Themen Ihrer Agendaprojektgruppen“. Er warb auch dafür sich aktiv an den neuen Formen der Bürgerbeteiligung in den Wohnquartieren (z.B. Stadtoval, Pelzwasen/Zebert) zu beteiligen .

Der Oberbürgermeister von Neckarsulm, Joachim Scholz, ging in seinem Impulsreferat auf die Strukturen und Vorteile einer frühen Bürgerbeteiligung ein. Auch er war von der kontinuierlichen Arbeit der Lokalen Agenda 21 in Aalen begeistert: „18 Jahre sind schon ein herausragendes Beispiel“. Sein persönliches Schlüsselerlebnis zur Bürgerbeteiligung war die Flächennutzungsplanung in Neckarsulm, bei der die Bürger frühzeitig ihre Vorstellungen einbringen konnten. Auch wenn klar sei, dass die „Entscheidung und Verantwortung letztlich beim Gemeinderat bleibt“, steigert die frühe Bürgerbeteiligung die Akzeptanz der dann gemeinsam erarbeiteten Pläne. Damit Ideen aber nicht zerredet werden und eine gute Entscheidungsgrundlage geschaffen werden kann, braucht es aus Sicht von OB Scholz aber auch weiterhin die Möglichkeit zur nichtöffentlichen Vorberatung bestimmter Themen in den gewählten Gremien.

In einer anschließenden regen Diskussion wurden Argumente ausgetauscht und Agendarat Klaus Köhle regte die Gründung einer „Agendagruppe Bürgerbeteiligung“ in Aalen an. Erste Interessierte fanden sich bereits an dem Abend und wer hier Interesse zur Mitarbeit hat, darf sich gerne an Herrn Köhle (Tel. 07361/812168) oder das Agendabüro (agenda21@aalen.de) wenden.

Im anschließenden Bericht zur Aalener Lokalen Agenda ging Prof. Holzbaur vor allem auf das Ende der UN-Dekade und den Beginn des Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein. Er lud die Aktiven ein, sich an den Aktionstagen des Landes zu beteiligen. Gruppen können sich mit eigenen Aktionen unter www.nachhaltigkeitstage-bw.de anmelden oder an bereits geplanten Aktionen teilnehmen. Außerdem lud er die Agendaaktiven und die Bürgerschaft zu einem Workshop der Hochschule Aalen am 11.5.2015 ein, an dem Anregungen für ein Projekt zum Thema „Zukunftsstadt erleben und gestalten“ aus der Bürgerschaft und Verwaltung gesammelt werden sollen. Die Hochschule wird sich um ein Forschungsprojekt bewerben, in dem die Erfolgsfaktoren der Agenda und der Nachhaltigkeit und die Prozesse der gemeinsamen Gestaltung der Zukunft durch Bürger, Verwaltung, Gemeinderat und Hochschule erforscht werden sollen. „Die Hochschule Aalen hat trotz der starken Konkurrenz auch aufgrund der seitherigen guten Kooperation mit der Stadt und der Lokalen Agenda gute Chancen auf ein Stück des 8-Mio-€-Kuchens“.

Auch in den anschließenden Berichten der Agendagruppen „Umweltfreundlich mobil“, „Aalen-Barrierefrei“, „Tauschring Aalen“ und „Eine Welt“ war das starke bürgerschaftliche Engagement der hier aktiven Mitglieder aber auch die teilweise Enttäuschung über langsame Verwaltungsprozesse zu spüren. Oberbürgermeister Rentschler bat hier um Verständnis, forderte die Gruppen aber auf, gerade hier die „Finger in die Wunde zu legen und am Ball zu bleiben“.

Die Projektgruppen haben noch auf folgende anstehenden Termine hingewiesen: Der Tauschring Aalen veranstaltet wieder einen Warenverschenktag am 8. und 9. Mai 2015 (Warenannahme am Freitag, 14 bis 17.30 Uhr und Warenabholung am Samstag, 9 bis 13 Uhr).
Die Gruppe Aalen-Barrierefrei organisiert federführend mit anderen Gruppen für betroffene Senioren ein Rollatortraining am 3. Juni 2015 in der Festhalle Unterkochen.

Für beide Veranstaltungen gibt es noch separate Pressemitteilungen, in denen Details zu der jeweiligen Veranstaltung mitgeteilt werden.

Quelle: Presseamt der Stadt Aalen

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