Energiewechsel

Aalen: 50 Jahre Theodor-Heuss-Gymnasium Aalen – Freitag, 6. März 2015

Pressemeldung vom 26. Februar 2015, 12:26 Uhr

19 Uhr, Aula
DER NOBELPREIS FÜR CHEMIE 2014 – WIE DIE LICHT-MIKROSKOPIE ZUR NANOSKOPIE WURDE
Dr. Steffen J. Sahl, THG-Abiturient des Jahres 2003
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen

Anfang Oktober 2014 bekamen, wie jedes Jahr, einige Damen und Herren einen ganz speziellen Anruf aus Stockholm. Seit 1901 zählt der Nobelpreis zu den wichtigsten und begehrtesten internationalen Auszeichnungen in der Wissenschaft.Unter den glücklichen Gewinnern war dieses vergangene Jahr auch wieder ein Deutscher: der Physiker Stefan Hell aus Göttingen.
Der Nobelpreis in Chemie 2014 „für die Entwicklung der höchstauflösenden Fluoreszenzmikroskopie“ an Eric Betzig, Stefan W. Hell und W. E. Moerner ehrt einen wissenschaftlichen Durchbruch der besonderen Art. Über 100 Jahre lang galt es als unumstößliche Tatsache, die auch in den Physikbüchern des THG stand: Optische Mikroskope, die Licht mit gewöhnlichen Linsen ins Innerste von Zellen und Geweben fokussieren können, sind in ihrem Auflösungsvermögen durch die Wellennatur des Lichts ganz grundsätzlich auf mindestens einen Viertel-Mikrometerbegrenzt. Doch sind sie das wirklich? Neue Verfahren der optischen „Nanoskopie“ überwinden die sogenannte Beugungsgrenze radikalund trennen heute fluoreszente Moleküle in Zellen im Abstand von wenigen milliardstel Metern (Nanometern).

Wie es dazu kam und wie diese Revolution der Auflösung funktioniert berichtet Steffen Sahl in einem allgemeinverständlichen Vortrag für Schüler, Eltern, Lehrer und alle Interessierten, mit der anschließenden Gelegenheit zu Fragen.
Eintritt frei! Für alle wissenschaftlich interessierten

Menschen geeignet, keine Vorbildung erforderlich!
Steffen Sahl besuchte das THG von der 5. bis zur 13. Klasse und legte hier 2003 die Abiturprüfung ab. Nach dem Studium der Physik am Christ’s College der Universität Cambridge (England) und anschließender Promotion für Forschungsarbeiten mit Prof. Stefan Hell am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie arbeitete er zuletzt als Postdoctoral Fellow mit Prof. W. E. Moerner an der Stanford Universität in Kalifornien, USA.

Quelle: Presseamt der Stadt Aalen

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