Tettnang: Interkommunale Zusammenarbeit

Pressemeldung vom 8. Juni 2011, 14:13 Uhr

Tettnang – Die Gemeinde Meckenbeuren und die Stadt Tettnang wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Die Wohngebiete Tettnang und Meckenbeuren sind aufgrund ihrer Lage sehr privilegiert. Einige wichtige Faktoren sind jedoch nur in der gesamten Region vorhanden und nicht in Tettnang oder Meckenbeuren. Darüber sind sich die beiden Bürgermeister Bruno Walter und Andreas Schmid einig.
Auch eine gemeinsame Sitzung der beiden Räte hat bereits stattgefunden. Die Themenvielfalt die dort diskutiert wurde war hoch. So wollen z.B. Tettnang und Meckenbeuren in Abstimmung mit dem Landratsamt Bodenseekreis die Schwerpunkte Jugend, Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf, Kinderspielplätze, Schulweg- und Verkehrssicherheit, sowie demografische Entwicklung herausgreifen und gemeinsam weiterentwickeln.
In der Sitzung wurden die jeweils anderen Gremien über die aktuellen Schülerzahlen informiert. Die Gemeinde Meckenbeuren informierte über den Neubau der Realschule sowie das beschlossene Bildungshaus in Liebenau.
Auch die ÖPNV-Busanbindung zwischen Tettnang und Meckenbeuren ist ein wichtiges Thema für beide Kommunen. Für die Tettnanger ist die Erreichbarkeit des Bahnhofes in Meckenbeuren wichtig. Viele Meckenbeurer benötigen die Anbindung für den Einkauf in Tettnang. Hier müsse man insgesamt mehr grenzübergreifend denken. Auch in Sachen Neuplanung der B 30 zwischen Ravensburg und Friedrichshafen, sind sich die beiden Gremien einig, dass hier zusammengehalten wird und gegenüber dem Regierungspräsidium Tübingen eine Meinung vertreten werden muss. Ein weiteres gemeinsames Thema ist die Elektro-Mobilität. Zwischen den Gemeinden Meckenbeuren, Tettnang, Friedrichshafen und Überlingen sowie mehreren Energieversorgern wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe gebildet und zu den verschiedenen Besprechungen abwechselnd der ADFC sowie mögliche Anbieter eingeladen. Inzwischen moderiert die Energieagentur Bodensee den Prozess. Ziel der Projektgruppe E-Mobilität ist es, in ein gemeinsames Konzept für die Region und die verschiedenen Zielgruppen auszuarbeiten. Im Tourismusbereich wurde inzwischen mit der Firma Movelo ein Vertrag abgeschlossen. Die Pedelecs können in Tettnang an den Verleihstationen Autofabrik Bodensee, Hotel Ritter, Hotel Rad und Ferienhof Egger ausgeliehen werden. Die Ladestation befindet sich beim Hopfenmuseum in Siggenweiler. In Meckenbeuren entsteht ein „Bike-Tower“ am Bahnhof. Auch in Sachen Gewerbegebiete muss in Zukunft mehr auf interkommunale Zusammenarbeit gesetzt werden.
Auch wenn die beiden Kommunen in gewisser Weise Konkurrenten sind, muss man gemeinsam arbeiten. Darüber sind sich die beiden Bürgermeister einig. Für eine gute Zusammenarbeit sind gemeinsame Projekte notwendig. Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinderäten soll institutionalisiert werden. Der gemeinsame Ausschuss zwischen Meckenbeuren und Tettnang hat in den letzten 4 Jahren nicht mehr getagt. Beide Gemeinden halten es für wichtig, diesen Ausschuss wieder aufleben zu lassen. Nur durch den gemeinsamen Austausch kann man auch einen gemeinsamen Blickwinkel erhalten.

Quelle: Stadt Tettnang / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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