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Biberach: Hilfe für verwilderte Katzen – Brennpunkte melden

Pressemeldung vom 25. Januar 2017, 16:03 Uhr

Der Landkreis Biberach unterstützt seit Anfang Januar zwei Jahre lang Kastrationsmaßnahmen bei verwilderten und halbwild lebenden Katzen. Diese werden von den Tierschutz- und Katzenhilfeorganisationen im Landkreis durchgeführt.

Der Kreistag beschloss im Herbst vergangenen Jahres hierfür eine Fördersumme von insgesamt 10.000 Euro pro Jahr zur Verfügung zu stellen. Den Vereinen wird ein Zuschuss von 15 Euro für die Kastration von Katern und 30 Euro für die Kastration von weiblichen Katzen gewährt. Mit dieser Förderung will der Landkreis auch die ehrenamtliche Tätigkeit der Tierschutzorganisationen honorieren. Nach zweijähriger Laufzeit der Maßnahme soll diese evaluiert und gegebenenfalls verlängert werden.

Jungtiere sind vor allem gefährdet Das Kreisveterinäramt berichtet, dass Katzen sich häufig an Brennpunkten sammeln. Dies hat zur Folge, dass sich in den immer größer werdenden Gruppen Infektionskrankheiten ausbreiten. Vor allem Jungkatzen erkranken häufig schwer und können an den Folgen der Krankheit verenden. Gegen dieses Tierschutzproblem wird jetzt vorgegangen.

Kastrierte verwilderte Katzen werden meist wieder an der Stelle ausgesetzt, an der sie gefangen wurden, besetzen so das Revier und sorgen dafür, dass nicht ständig Jungkatzen nachgezogen werden. Die älteren Tiere haben im Regelfall eine stabile Gesundheit und sind weniger anfällig für Krankheiten. Diese Tiere benötigen daher nur selten tierärztliche Betreuung.

Brennpunkte melden Brennpunkte mit verwilderten Katzen können beim Kreisveterinäramt unter der Rufnummer 07351 52-6180 oder per E-Mail an vetamt@biberach.de gemeldet werden. Von dort aus wird die Fördermaßnahme eingeleitet.

Das Landratsamt bittet Katzenliebhaber ausdrücklich darum, Katzenfutter nicht im Freien anzubieten. Dadurch können fremde Katzen angelockt werden, was wiederum zu einem Brennpunkt mit verwilderten Katzen führen kann, da Katzen sich sehr rasch vermehren können.

Hintergrund In fast jeder Gemeinde im Landkreis kam es in den letzten Jahren zu Problemfällen mit verwilderten Katzengruppen. Die Tierschutz- und Katzenhilfeorganisationen im Landkreis hatten sich bereits in der Vergangenheit besonders engagiert, um den Tieren zu helfen. Um die Situation mithilfe von Kastrationen in den Griff zu bekommen, wird dieses Engagement auch in der Zukunft erforderlich sein.

Quelle: Landratsamt Biberach

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